Salz für die See
17. Juli 2017
von Julia
4 Sterne
Julia
Julia Jahrgang 2000 Redaktion Lübeck
hat 4 Sterne vergeben

Am Ende des 2. Weltkrieg im Winter 1945 leben vier junge Menschen, die sich durch Polen schlagen, um mit irgendeinem Schiff zu entkommen.

 Die Krankenschwester Joana, ursprünglich aus Litauen lebt mit einer schweren Schuld. Der Kunstrestaurator Florian trägt sein eigenes Geheimnis mit sich und trifft schnell auf die flüchtige Emilia, die genauso wenig von sich preisgibt. Alfred dagegen ist ein deutscher Soldat auf einem der Schiffe, das bei der Rettung der Flüchtlinge helfen soll.

In diesen vier Sichtweisen werden unzählige Geschichten und Schicksalezum Flüchtlingstreckund den Untergang der Wilhelm Gustlofferzählt. Das eindrucksvollste sind für mich die Details -wie das Geräusch, das der Klaviermacht als es während des Untergangs an der Wand zerschellt oder der Anblick eineskleinen, blutbespritzten Eckfensters. Aber auch die fesselndenund überraschenden Wendungen sprechen für dieses Buch. Gemeinsam mit der eindrücklichen Wortwahl sorgen sie für mehr als einen Kloßim Hals. Auch das schöneEnde finde ich gelungen, aber ein offenes Ende hätte mich mehr zum Nachdenken gebracht als eine abgeschlossene Geschichte das könnte.

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