Cover_Adrian3.indd
Adrian Mayfield - Auf Leben und Tod
29. September 2011
von Fee
5 Sterne
Fee Jahrgang 1993 Redaktion Lübeck
hat 5 Sterne vergeben

Adrian steht am Abgrund seiner Existenz. Vincent Farley hat ihn  verlassen. In seiner Wut und Trauer sinnt er auf Rache. Und das bringt  ihn mit der mysteriösen Lady Kinderley zusammen und lässt sie zusammen  Rachepläne schmieden. Doch Adrian legt sich mit den Falschen an.  Vincents Bruder Stuart gibt alles dafür Vincent zu beschützen und  schreckt dabei vor nichts zurück, denn die Zeiten sind gefährlich.
Oscar Wildes Verhandlungen im Prozess um seine Homosexualität stehen  kurz bevor und alles deutet auf „schuldig“ hin. Ist Adrians Kampf zum  Scheitern verurteilt angesichts der Normen einer Gesellschaft, die nach  der Verhaftung von Oscar Wilde ihre hässliche Seite so ungeschminkt wie  nie zuvor nach außen kehrt? Oder wird am Ende doch das Leben und die  Liebe siegen?

Mit diesen bloßen Händen am Lenker stand ich oben auf einem  Hügel, halb verborgen zwischen den borkigen Stämmen eines  Birkenwäldchens. Unten lag die Straße. Ich würde ihn ankommen sehen. Da!  Das da war er! Vincent kam in aller Ruhe angeradelt. Er sah widerwärtig  zufrieden aus. Er hatte eine Frau geküsst. Doktor Birch konnte stolz  auf ihn sein. Alles in mir, was ihn früher hatte küssen und hegen  wollen, wollte ihm jetzt wehtun.

Adrian Mayfield hat mich wieder einmal gefesselt, in Erstaunen  versetzt, zu Tode geängstigt, Lachen und Weinen gelassen. Meiner Meinung  nach ist es der beste der drei Bände, weil die Geschichte um Adrian und  Vincent eine ganz neue Wendung nimmt und nicht an Spannung fehlen  lässt. Adrian wird skrupelloser, weil er alles verloren hat, was ihm  etwas bedeutet hat und schreckt geblendet von seinen Racheplänen vor  nichtszurück. Das Finale war so spannend und hat mich letzlich  überrascht und umgehauen.

Wie hat dir das Buch gefallen?
Nach oben scrollen