Alles nur ein Spiel
Alles nur ein Spiel
08. April 2011
von Nina
4 Sterne
hat 4 Sterne vergeben

In dem Buch Alles nur ein Spiel von Mariah Fredericks geht es um den Unterschied zwischen Realität und Fantasiewelt. 

Manchmal wünscht sich Judith, das Leben wäre ein Spiel, so wie die  vielen Online-Abenteuer in denen sie mitwirkt. Denn dort bestimmt sie  alleine, wer und wie sie ist. Sie ist der festen Überzeugung, dass  Realität überbewertet wird. Denn Realität ist ihre ehemals beste  Freundin, die nicht mehr mit ihr spricht, ihr Vater, der am anderen Ende  des Landes lebt. Für sie zählt nur noch  ihre Online-Spiele-Welt. Denn dort weiß niemand, wer du wirklich bist  und dort kommt dir niemand nahe. Doch da ahnt sie noch nicht, dass einer  der Spieler auf Judith fixiert ist. Er beobachtet sie. Er ist näher als  sie denkt, nahe genug, sie zu sehen, nahe genug, mit ihr zu sprechen  und nahe genug, um etwas für sie zu empfinden. 

Schnell drücke ich auf Antworten und tippe: Danke. Er hat es  provoziert (benötige jetzt allerdings dringendst eine Rüstung). Gibt es  nicht eine Möglichkeit…
Nein,  löschen. Viel zu weich und mädchenhaft. Oh, großer Meister gibt es nicht eine Möglichkeit?
Ich wünschte, wir könnten…NEIN, weg damit.
< Irgan dauerhaft im Exil?> Ja, das ist gut.
Ich tippe: Mir gefällt die Vorstellung, Irgan dauerhaft im Exil zu wissen, und..
Drücke auf Senden.
Schnell schalte ich den Computer aus. Ich fühle mich seltsam, als hätte  ich den ganzen Kampf mit Irgan gerade noch einmal durchlebt.
Deshalb maile ich den Leuten auch nie zwischen den einzelnen Runden.  Besser, sie bleiben die, die sie im Spiel sind. Ich hab kein Bedürfniss,  sie näher zu kennen. Und ich will nicht, dass mich jemand kennt. 

Das Buch ist sowohl spannend, als auch romantisch geschrieben. Auch  wenn der Leser am Anfang des Buches, schon ziemlich sicher sein kann,  wie es ausgeht, bleibt während des Lesens, doch immernoch die Spannung,  die von Seite zu Seite größer wird, so dass der Leser das Buch trotzdem  noch zu Ende lesen muss. 

Mir hat das Buch im Grunde sehr gut gefallen. Ich fand, dass es ein  interessantes Thema ist, was dort wirklich sehr ausführlich und mit  aufschlussreichen inneren Monologen behandelt wurde. Was ich ein  bisschen schade fand war, dass das Buch nur aus einer Sicht geschrieben  ist.
Der Schreibstil der Autorin allerdings, ist sehr interessant, was das  Buch trotz seines einseitigen Blickwinkels einzigartig macht.
Alles in Allem fand ich daher, dass es ein wirkliches spannendes und nahe ander Realität geschriebenes Lesevergnügen war. 

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