Alles - worum es geht
Alles - worum es geht
29. Juni 2014
von Estelle
1 Stern
Estelle Jahrgang 1997 Redaktion Lübeck
hat 1 Stern vergeben

In „Alles – worum es geht“ geht es – wie der Name schon sagt – um  alles Mögliche. Es geht um Gewalt, um Motive und um Kinder, die nie richtig die Zeit hatten, Kinder zu sein.

In mehreren Kurzgeschichten erzählt Janne Teller wie das eine zum anderen kommt und aus harmlosen Menschen plötzlich die aufgestaute Wut in Form von Gewalt und Brutalität herausströmt.

„Alles“ soll Diskussionen anregen und vielleicht auch ein bisschen Verständnis für Gewalttäter wecken; es soll Rassismus und die Todesstrafe kritisieren.

Allerdings ist das wirklich höchstens teilweise gelungen. Ja, beim Lesen macht man sich Gedanken über das, was richtig und falsch ist. Und ja, die Unsinnigkeit der Todesstrafe ist deutlich herausgestellt. Aber ansonsten sind die Hauptpersonen in den Kurzgeschichten meist schwer zu verstehen, was durch den Ich-Erzähler nicht gerade verbessert wird. Auch das Ende der einzelnen Geschichten kommt meistens unerwartet und wirkt oft völlig an den Haaren herbeigezogen.
Die Themen sind außerdem nicht neu und bringen auch keine neuen Argumente mit sich. Dass z.B. Länder, die die Todesstrafe verhängen, kaum besser als die verurteilten Mörder sind, ist ein Gedanke, auf den Janne Teller nicht als Erste gekommen ist.
Das Buch wirkt insgesamt also eher pseudo-intellektuell: Da wollte jemand ein Buch der besonderen Sorte schreiben und hat dabei ein bisschen übertrieben. Wenn ihr also nicht gerade Janne-Teller-Fans seid, solltet ihr das Buch lieber nicht lesen, das ist pure Zeitverschwendung.

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