Bartimaeus - Das Amulett von Samarkand von Jonathan Stroud
Bartimäus - Das Amulett von Smarkand
05. Juni 2010
von Bona
5 Sterne
Bona Jahrgang 1993 Redaktion Lübeck
hat 5 Sterne vergeben

Nathanael lebt als Zauberlehrling bei seinem Meister Arthur Underwood, der einen niedrigen Posten in der britischen Regierung hat. Doch sein Meister, der ihm eindeutig unterlegen ist, unterschätzt Nathanaels Intelligenz und seinen unstillbaren Wissensdurst, was ihm von seinem Schüler nur heimliche Verachtung und Ablehnung entgegenbringt. Deshalb wundert es auch kaum, dass dieser eines Tages den 5.000 Jahre alten und überaus mächtigen Dschinn Bartimäus ohne das Wissen seines Meisters beschwört und ihm den Auftrag gibt, das Amulett von Samarkand zu stehlen. Dies löst eine Lawine von Ereignissen aus, die jeden und besonders Nathanael unerwartet und überraschend trifft. Alle Magier und ihre Dämonen sind auf der Suche des Diebes, während im Geheimen der Sturz der magischen Regierung Großbritanniens geplant wird und sich im Untergrund der Widerstand der „Gewöhnlichen“ (die normalen Menschen ohne magische Kräfte) organisiert. Nur Bartimäus und Nathanael, die sich auf den Tod nicht ausstehen können und doch zusammen arbeiten müssen, können den Zusammenbruch des Landes noch verhindern, denn sie kennen als einzige die Wahrheit….

Ausschnitt aus Bartimäus – Das Amulett von Samarkand:
>>Ich befehle dir…mir…mir…<< Nun mach schon! >>…d-d-deinen N-Namen zu nennen.>>
So fangen sie immer an, die Jungen. Sinnloses Gestammel. Er wusste genauso wie ich, dass er meinen Namen schon kannte – wie hätte er mich sonst beschwören können? Dazu bedarf es der richtigen Worte, der richtigen Geste und vor allem des richtigen Namens. Ich meine, es ist ja nicht so, als bestellte man ein Taxi – bei einer Beschwörung kommt nicht einfach irgendwer!
Ich wählte eine volle, tiefe, samtige dunkle Stimme, so eine, die von überall und nirgends ertönte und Anfängern die Haare zu Berge stehen lässt.
>>BARTIMÄUS.<< Der Kleine schluckte schwer, als er das hörte. Immerhin - er war also nicht ganz dumm: Er wusste, wer und was ich war. Er kannte meinen Ruf.

Jonathan Stroud hat mit diesem Auftakt der Trilogie um Bartimäus und Nathanael zwei wunderbare Charaktere ins Leben gerufen, die den Leser mit sehr viel Witz und Wortgefechten abwechselnd aus ihrer Sicht durch das magische London begleiten. Bartimäus ist eine noch nie dagewesene Figur mit einem ebenso unverwechselbarem sarkastischen, sowie liebenswertem Wesen, der vor allem durch seine humorvollen Fußnoten dem Buch das geniale Etwas verleiht. Nathanael, ein nach außen hin arrogant und gefühlskalt erscheinender Junge, ist jedoch in Wirklichkeit sehr einsam und sehnt sich unbewusst nach jemanden, der für ihn da ist – einem Freund. Und dies wird Bartimäus unwillentlich für ihn, obwohl die beiden sich das nie eingestehen würden. Ein fantastisches Buch, das sich mit jedem anderen messen kann und dabei jedes Mal als Sieger heraustreten wird. Man muss es einfach lieben.

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