Daniel Is Different
Daniel Is Different
29. April 2018
von Theo
5 Sterne
Theo Jahrgang 2003 Redaktion Lübeck
hat 5 Sterne vergeben

"Es war an einem Dienstag, als mir zum ersten Mal klar wurde, dass ich verrückt war. Na ja, die Vermutung war mir schon früher gekommen, war ja unvermeidlich, aber ich hatte gehofft, es wäre nur eine Phase, so wie damals mit drei, als ich ein Feuerwehrauto sein wollte. Aber als sie an jenem schicksalhaften Oktobertag nach dem letzten Klingeln Hallo sagte, war es offiziell - ich war definitiv gaga."

So fängt das, von Wesley King geschriebene, Buch Daniel Is Different an. Daniel, der Hauptcharakter, ist ganz eindeutig "different". Er leidet unter Zwangsstörungen. Das bedeutet zum Beispiel, dass er Ticks wie ein exaktes Ritual, das er so lange vor dem Einschlafen machen muss, bis es perfekt ist, hat. Wenn er diesen, teils auch plötzlichen, Drängen nicht Folge leistet, hat er das Gefühl, dass er sterben muss. Daniel hat noch nie mit jemanden über seine Krankheit geredet, da er selbst nicht weiß was mit ihm los ist, bis er eines Tages "Psycho-Sahra" kennenlernt, die ihm erklärt, dass sie beide Sternenkinder  sind. Sie zeigt ihm die Vor- und Nachteile des "Andersseins", die ihr einerseits ein perfektes fotografisches Gedächtnis ermöglichen, aber ihr die Möglichkeiten der Kommunikation nimmt. Zusammen nehmen sie den Kampf auf gegen ihre Krankheiten und Sahras Stiefvater, der den Hinweisen nach Sahras Vater umgebracht hat.

Dieses Buch hat mich wirklich tief berührt, da es einen komplett in Daniel mit seinen Problemen hineinversetzt. Selbst wenn man seine Ticks nicht versteht, kann man sie irgendwie sehr gut nachvollziehen und leidet mit ihm. Man merkt, dass der Autor, wie er im Nachwort erklärt, selbst die gleiche Krankheit wie Daniel hatte und so auch weiß wie man so etwas erklärt. Das Buch ist sehr hoffnungsvoll und regt zum weiterleben an. Und auch wenn in diesem Buch zwar nicht all zu viel passiert, ist es absolut magisch.

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