Das Bildnis des Dorian Gray
Das Bildnis des Dorian Gray
23. Januar 2020
von Anna
2 Sterne
Anna Jahrgang 2001 Redaktion Lübeck
hat 2 Sterne vergeben

„Der einzige Unterschied zwischen einer Laune und der ewigen Liebe besteht darin, dass die Laune etwas länger dauert.“

Wir schreiben irgendein Jahr im 19. Jahrhundert. Dorian Gray, ein junger Mann, von allen wegen seiner außergewöhnlichen Schönheit beneidet und bewundert, lernt den Maler Basil Hallward kennen, der in ihm seine Muse sieht und ihn deswegen auch malt. Währenddessen lernt er zusätzlich Lord Henry Wotton kennen - ein Mensch mit ganz eigenen Weltansichten, der menschliche Kontakte eher für psychische Experimente verwendet. Er macht Dorian Gray klar wie wertvoll das Geschenk seiner wunderschönen Jugend ist, vermittelt ihm jedoch im selben Atemzug, dass das nicht von Dauer ist und diese Jugend das einzige ist, wofür es sich zu leben lohnt. Inspiriert von dieser Meinung und gebannt von seinem eigenen Anblick auf dem Portraits wünscht er sich, dass doch das Bild statt im altern solle, damit er in ewiger Jugend lebt und für immer schön bleibt. Was nur zu dem Zeitpunkt niemand denkt , ist, dass Dorians Wunsch erhört wird. Die Jahre vergehen, Dorian nutzt seinen Leben in vollen Zügen, verzichtet auf nichts und hält sich nicht zurück. Während das Bild, versteckt als sein dunkles Geheimnis, immer älter wird, gezeichnet von Dorians Seele und Taten. Und was am Anfang als ein Segen oder Wunder scheint, entpuppt sich über die Jahre als böser Fluch, der unumkehrbares Leiden mit sich bringt. Die Ereignisse häufen sich und das ganze droht außer Kontrolle zu geraten.

Ich muss sagen, ganz gleich ob es gut oder schlecht ist, dieses Buch ist nichts für schwache Nerven. Ich persönlich war kein Fan davon, als ich es gelesen habe, da es mir einfach in allem zu extrem war.

Aber allen denen, die alte Sprache, einen Haufen Adjektive und ganz viel Drama mögen, kann man es empfehlen.

Es hat eine gut, wenn nicht fast schon zu gut, ausgestaltete Geschichte mit Charakteren, bei denen man nach dem Lesen des Buches das Gefühl hat, sie zu kennen. Ob man das möchte, ist jedem selbst überlassen.

Es regt zum Nachdenken an und hat im Endeffekt eine sehr wahre Moral.

Ich denke, entweder man hasst es oder man liebt es, wobei ich in dem Fall eher zur ersteren Fraktion gehöre.

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