Das Lied der Träumerin
Das Lied der Träumerin
02. April 2014
von Linnea
4 Sterne
Linnea Jahrgang 1997 Redaktion Lübeck
hat 4 Sterne vergeben

„Für mich ist ein Träumer jemand, der ein festes Ziel vor Augen hat. Jemand, der sich mit Haut und Haar ins Leben stürzt, um seinen Traum zu verwirklichen. Jemand, der es wagt, für seinen Traum zu leben.“

Nachdem Janas Vater stirbt, beschließt sie in die ursprüngliche Heimat ihres Vaters – London – zu ziehen, um dort ihren Traum, Musikerin zu werden, zu verwirklichen. Sie ändert ihren Namen zu Angelia und zieht in ein Haus zusammen mit den Brüdern Josh und Jeremy. Zu Josh hat sie sofort einen guten Draht, nur mit Jeremy kommt sie am Anfang überhaupt nicht aus. Er verhält sich abweisend und versteckt sich hinter seinen schwarzen Klamotten. Alles läuft besser in London. Sie findet einen Job als Sängerin in einer kleinen Bar, wo ihr Vater früher gespielt hat. Dabei findet sie nach und nach immer mehr über das Leben ihres Vaters heraus. Erst als sie sich Jeremy annähert, beginnt ihr Leben ins Straucheln zu geraten.

Das Lied der Träumerin ist ein Buch, das keine Situation des Lebens auslässt. Der Einstieg in das Buch ist seicht, allerdings beschäftigt sich das Buch nach und nach mit immer abgründigeren und nachdenklicheren Themen. Auch wenn das Buch auf den ersten Blick klischeehaft aussieht, mit einem Mädchen, das ihren Traum verwirklichen will, war ich am Ende positiv überrascht. Tanya Stewner beschreibt in ihrem Buch die Intensität des Lebens und macht auch um schwierige Themen keinen Bogen. Der Leser wird immer weiter in den Strudel des Lebens hineingezogen, der einen auch nach dem Lesen noch festhält. Das Lied der Träumerin ist auf keinen Fall ein Buch, das man einfach wieder weglegt. Die Charaktere überraschen immer wieder durch tiefgehende Details, die sie lebendig werden lassen und das Leben in ihren unterschiedlichsten Zügen genießen.

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