Das Schicksal ist ein mieser Verräter
Das Schicksal ist ein mieser Verräter
15. September 2012
von Freya, Balu
Ø 5 Sterne
Freya Jahrgang 1994 Redaktion Lübeck
hat 5 Sterne vergeben

Hazel hat Krebs. Unheilbar, aber durch ein Medikament zumindest im Wachstum gestoppt. Augustus hatte Krebs. Die Krankheit hat ihm sein Bein genommen.

Sie lernen sich in einer Krebs-Selbsthilfegruppe kennen, die beide eher weniger freiwillig besuchen. Und obwohl sie die Krankheit wie ein böser Schatten auf Schritt und Tritt verfolgt, verlieben die beiden sich ineinander und beschließen ihr Leben so lange gemeinsam zu genießen, wie sie können.

Bitter und komisch zugleich erzählt Hazel ihre Geschichte. Die beiden Jugendlichen lieben und leiden auf höchst interlektuellen Niveau, erstaunlicherweise ohne dabei künstlich zu wirken.

John Green zeigt sich in seinem neusten Roman philsophischer und nachdenklicher als bisher. Seine Sprache ist gewohnt locker und authentisch, und doch schafft er es, sie mit seinen Gedanken über das Leben, das Universum und den Tod zu vereinbaren.

Er schreibt über Erinnerung und Vergessen, über die Unermesslichkeit der Existenz und schafft es, den menschlichen Knoten der Unverständnis über unser Leben ein winziges bisschen zu lockern. Das hört sich abstrakt an. Aber wenn Hazel und Augustus über ihr Schicksal und das Schicksal der Menschheit nachdenken, fühlt man sich, als ob Green Gedanken lesen könnte.

Es lässt sich nicht anders Ausdrücken: John Green ist ein Genie und dieses Buch hätte mindestens sechs Sterne verdient.

Balu Jahrgang 2009 Redaktion Lübeck
hat 5 Sterne vergeben

Hazel Grace ist 16. Sie hat Krebs. Ihre Heilungschancen sind fast  null. Dank eines neuartigen Medikaments gelingt es den Ärzten das  Wachstum des Krebses zu stoppen. Hazel ist sich bewusst: Irgendwann wird  sie sterben. Doch sie verfällt nicht in Depressionen, um die sich ihre  Mutter immer wieder Sorgen macht. Sie lebt ihr Leben.

Ihr  absolutes Lieblingsbuch ist „Ein herrschaftliches Leiden“ von Peter Van  Houten. Sie mag es so besonders, weil es nicht wie ein typisches  Krebsbuch ist. Sie kann sich in dem Buch wieder finden, es spendet ihr  Trost, es zeigt die Wahrheit. Als in ihrer Selbsthilfegruppe für  Krebskranke – laut Hazel ein totaler Depressivmacher, aber ihre Mutter  will, dass sie hingeht - ein Junge, Augustus, auftaucht kommen di beiden  ins Gespräch. Sie empfiehlt ihm „Ein herrschaftliches Leiden“ zu lesen  und schließlich verliebt er sich in sie und sie sich in ihn. In Augustus  Walters, den grauenhaften Autofahrer, in den Jungen, der den Krebs  bereits besiegt hat. Das „herrschaftliche Leiden“ wird zu ihrer  gemeinsamen Leidenschaft, sie wollen wissen wie es mit den Figuren  weitergeht. Sie schreiben unzählige Briefe an den Autoren und irgendwann  gelingt es Augustus Kontakt aufzubauen. Und da fassen Hazel und  Augustus einen Entschluss: Sie wollen gemeinsam nach Amsterdam reisen,  um Peter Van Houten einen persönlichen Besuch abzustatten. Doch das  Schicksal ist ein mieser Verräter…

Mit „Eine wie Alaska“, „Die  erste Liebe nach 19 vergeblichen Versuchen“ und „Margos Spuren“ hat John  Green bereits tolle Bücher für Jugendliche geschrieben. Doch sein neuer  Roman „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“ übertrifft sie. Das Buch  ist gleichzeitig tiefgründig, komisch und bewegend, doch es verfällt  nicht in eine Rührseligkeit, wie man sie oft aus Büchern über Krankheit  und Liebe kennt. John Green erzählt in einer tollen Sprache, die  zugleich nüchtern ist. Er schafft es Hazel und Augustes ihre eigene,  mutige, intelligente und realistische Haltung zum Träumen und Leben zu  geben. Das Timing in dem Buch ist perfekt: John Green weiß genau, wann  genau er Leichtigkeit oder Schwere einzusetzen hat.


„Das Schicksal  ist ein mieser Verräter“ hat das Zeug zum Klassiker! Empfehlenswert für  Jugendliche ab 14 und unbedingt auch für Erwachsene.

Florian Küpper   

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