Der Hund der sein Bellen verlor
Der Hund der sein Bellen verlor
03. September 2020
von Kalle
4 Sterne
Kalle Jahrgang 2007 Redaktion Lübeck
hat 4 Sterne vergeben

Als Patrick mit seiner Mutter über die Sommerferien zu seinem Opa fährt erfüllt sich sein größter Traum. Endlich darf er einen Hund haben! Beim gemeinsamen Besuch im Tierheim entdeckt er Oz. Der kleine Hund sitzt ganz verängstigt in seinem Käfig. Der Pfleger erzählt, dass er auf einer Müllkippe gefunden wurde und schreckliche Angst vor Menschen besitzt. Er ist so verstört, dass er sein Bellen verloren hat. Ein solcher Notfall ist für ein Kind ungeeignet und braucht viel Zuneigung. Doch Patrick ist sich sicher: Den will er. Und ein paar unterschrieben Dokumente später sitzt der Hund mit ihm im Auto. Noch tagelang sitzt der kleine Welpe in seiner Box und traut sich nur bei Nacht, wenn alle schlafen heraus. Aber dann wird alles von Tag zu Tag besser und Oz gewinnt wieder Vertrauen in die Menschen. Die Freunde werden unzertrennlich und alles deutet auf ein Happy End hin. Bis Patrick eines Tages von seiner Mutter erfährt das sie und Patricks Vater sich getrennt haben. Seine Welt bricht schlagartig zusammen. Sein Vater soll eine neue Frau in Australien gefunden haben??? Das darf und kann einfach nicht war sein! In seiner Wut schiebt er die Schuld auf Oz und das Bild der unzerstörbaren Freundschaft nimmt erste Risse an.

 


Das Buch ist wunderschön (traurig). Trotz der einfach und kurz gehaltenen Sätze vermittelt das Buch sehr viele Emotionen. Es ist definitiv für jedes Alter geeignet und doch merkt man das der Autor sich eher an jüngere Leser richtet. Was nicht immer gut ist, denn oft hatte ich den Eindruck das kleinere Kinder der Geschichte nicht gut folgen können oder nicht alles verstehen. Meiner Meinung also für jedes Alter geeignet, wenn man es aber kleineren Kindern vorliest, sollte man auch genug Zeit haben über Tierquälerei zu sprechen. Gut hat mir auch gefallen, dass der Protagonist (Patrick) keiner dieser supermegatollen Helden ist, sondern ein ganz normaler Junge in den man sich sehr gut hinein versetzen kann. Nicht unerwähnt sollten auch die tollen schwarz-weiß Illustrationen von P. J. Lynch bleiben.

 

Das Buch erschien am 19. Juli 2019 im Orell Füssli Verlag.

 

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