Die italienischen Schuhe
Die italienischen Schuhe
16. August 2020
von Kalle
4 Sterne
Kalle Jahrgang 2007 Redaktion Lübeck
hat 4 Sterne vergeben

Fredrik Welin ist früher in Rente gegangen, weil er einer Frau versehentlich den falschen Arm amputiert hat. Jetzt lebt er alleine auf einer Insel. Einzige Gesellschaft leisten ihm Hund und Katze. Den wachsenden Ameisenhaufen in seinem Wohnzimmer und der hypochondrischen Postboten, der hin und wieder bei Welin vorbeischaut, sollte man wahrscheinlich auch erwähnen. Genau dieser Postbote kommt eines Wintermorgens im Hydrokopter herbei geschlittert. Mit ihm kommt Harriet, Welins große Jugendliebe. Die 80-jährige Dame leidet schwer an Krebs und möchte das er ihr ihren letzten Wunsch erfüllt. Sie möchte mit ihm zu dem kleinen Waldsee, von dem er früher versprochen hatte, ihn Harriet zu zeigen. Doch dann ist Welin Hals über Kopf abgehauen. Ohne sein Versprechen je einzulösen. Jetzt aber wo Harriet vor ihm steht, kann er nicht anders. Zusammen brechen die beiden Senioren auf. Für Welin wird dies eine philosophische Reise, durch längst vergessene Erinnerungen und neuen Erkenntnissen. Er lernt seine Tochter, die in einem Wohnwagen lebt und Briefe an Politiker schreibt und Giovanni einen italienischen Schuhmacher, kennen. Nebenbei beschäftigt sich dieses Buch auch mit dem Tod und der großen Frage: Was passiert danach? Denn obwohl, oder gerade weil, Welin als ehemaliger Chirurg, schon viele Menschen sterben sah, hat er Angst vor diesem unvermeidlichen Ende.

Mir hat das Buch sehr gefallen. Es ist leicht und angenehm zu lesen. Man konnte sich gut in die einzelnen Charaktere hineinversetzen. "Die italienischen Schuhe" bietet ein perfektes Zusammenspiel aus Humor und Tiefe. Selten habe ich ein so lustiges und gleichzeitig so tiefes Buch gesehen.

Erschienen ist das Buch am 22.08.2016 im Paul Zsolnay Verlag und wurde von Henning Mankell geschrieben.

 

Wie hat dir das Buch gefallen?
Nach oben scrollen