Die Pest
Die Pest
26. April 2019
von Kathrin
5 Sterne
Kathrin Jahrgang 2002 Redaktion Lübeck
hat 5 Sterne vergeben

Es beginnt alles mit einigen merkwürdigen Ereignissen: Immer mehr Ratten kriechen aus ihren Schlupflöchern und sterben auf den Straßen der Stadt Oran. Doch dabei bleibt es nicht. Schon bald sind die ersten menschlichen Opfer eines heimtückischen Fiebers zu beklagen. Vermehrt suchen Menschen  wegen Schmerzen am Hals, in den Achselhöhlen und in den Leisten den Arzt auf. Kurz darauf breiten sich schwarze Flecken auf der Haut aus, die typischen Beulen bilden sich und ein inneres Feuer scheint die Betroffenen zu versengen. Dann dauert es gewöhnlich nicht mehr lange, bis die Augen starr und die Gliedmaßen kalt werden.

Die Pest hat in Oran Einzug gehalten und die Stadt wird abgeriegelt.

In diesem Buch geht es um Gefangenschaft, um das Bewusstsein, dass man vermutlich sterben wird, um ein Leben, in dem man ständig den Tod vor Augen hat und darum, dass man trotzdem weitermacht. Die Geschichte wird aus der Sicht eines Arztes erzählt und zeigt so das ganze Ausmaß der Situation. Hilflosigkeit ist das Gefühl, das dieses Buch dominiert. Die Traurigkeit, wenn schon wieder jemand nicht gerettet werden konnte und die Angst davor, dass es dem nächsten Patienten genauso ergehen wird. In dieser Stadt, in der die Straßen immer leerer werden, sind sich alle bewusst, dass sie ihre Lieben auf der anderen Seite des Stadttores vermutlich nie wiedersehen werden und wenn doch, dann werden sie sich so verändert haben, dass das Weitermachen unmöglich ist. Das Leben in dieser Stadt erinnert an einen Krieg. Einen Krieg gegen den Tod, der nicht besiegt werden kann. 

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