In dem Roman ,, Die Stadt der Träumenden Bücher’’ von Walter Moers geht es um den Dichter Hildegunst von Mythenmetz, der von seinem Paten ein Manuskript vererbt bekommt. Dies ist so perfekt, dass sich Mythenmetz auf die Suche nach der Herkunft des Manuskripts macht. Er gelangt nach Buchhaim, einer Stadt von ganz besonderer Art. An diesem phantastischen Ort können Bücher mehr noch als nur der Unterhaltung oder Bildung zu dienen. Sie können auch gefährlich werden, wie es Mythenmetz am eigenen Leibe erfahren muss und er erlebt ein Abenteuer, in dem Bücher töten können.
Auszug aus dem Buch:
,,Die Lebenden Zeitungen – flinkfüßige Zwerge in ihren traditionellen Papierumhängen aus Zeitungsfahnen – schrien den neuesten Klatsch und Tratsch aus der Welt der Literatur durch die Gassen und ließen Passanten für geringes Entgelt die Einzelheiten auf ihren Umhängen ablesen […]. Bücherjäger hasteten von Antiquariat zu Antiquariat, um ihre Beute zu versilbern oder neue Aufträge zu erhalten. Bücherjäger! Man erkannte sie an den Grubenlampen und Quallenfackeln, an der wiederstandsfähigen und martialischen Kleidung aus Leder Rüstungsteilen und Kettenhemden, an den Werkzeugen und Waffen, die sie bei sich trugen: Beile und Säbel, Spitzhacken und Lupen, Seile, Bindfäden und Wasserflaschen.’’
,,Die Stadt der Träumenden Bücher’’ hat mir gut gefallen. Moers versteht es, auf eine so tolle Weise, phantastisch zu erzählen, dass man, so fiktiv der Schauplatz und die Personen noch sein mögen, sich in dem Roman ohne Weiteres hineinversetzen kann.
Moers zeigt hier äußerst viel Kreativität und jeder im Roman auftretende Charakter wird vom Leser als gut durchdacht empfunden.
Mit viel Wortwitz, Humor und Liebe zum Detail lässt dieses Buch den Leser zum Träumen verleiten.
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Zwei Leserinnen, zwei Bücher, zwei Minuten
Lupus: Die Stadt der Träumenden Bücher von Walter Moers
Jo: Der Sommer, als wir träumen lernten von Adriana Popescu
Live-Aufnahme vom Podcast-Marathon "Podcast und Plätzchen" im Dezember 2024
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Als ich soeben durch die Artikel der Blauen Seite guckte, nur um mir die Zeit zu vertreiben und mein Gehirn über so manches Buch stolpern zu lassen, fand ich ein Buch: mein Gehirn stolperte und gelang ins Schlingern. „Das bin ich!“, rief ich innerlich aus und klickte auf die Rezension. Ich las die ersten Sätze, das war nicht von mir. Sicher nicht. Ich scrollte runter, dort würde ich bestimmt meine Rezension finden. Falsch gedacht! Mein Gehirn fiel wahrlich imaginär –batsch- mitten aufs Gesicht. Wieso war da keine Rezension von mir?? Nur der Podcast und Text eines Unbekannten. Das wird sich ändern. Ich bin schon dabei…
Es möge mir verziehen sein, ich habe bis jetzt nur 2 ½ Moers’sche Bücher gelesen. Deshalb kann ich nicht sagen, wie gut sich das Buch in die Reihen der anderen einfügt. Es wäre allerdings gelacht, wenn Walter Moers so durchdachte, feinheitenreiche Romane schreibt und sie dann nicht verknüpfen könnte. So, meine Meinung.
Als Leser begleitete ich den Dichter Hildegunst von Mythenmetz. Sein verstorbener Dichtpate hinterließ ihm ein Manuskript. Es war so perfekt ausgearbeitet, dass selbst die besten und kritischsten Lektoren des Landes nichts daran auszusetzen hätten. Um den geheimnisvollen Autor zu finden, reist er in die Stadt Buchheim – die sagenumwobene „Stadt der träumenden Bücher“.
Dort trifft er auf die Unterschiedlichsten Gestalten, die ihn schlussendlich zu dem Schriftkundler Phistomefel Smeik bringen. Mit ihm geht Hildegunsts Abenteuern erst richtig los…
Ich finde das Buch seit Jahren schon atemberaubend –weshalb es eben mehr eine Grausamkeit darstellt, dass ich fast keine weiteren Bücher desselben Autors kenne-, aus verschiedenen Gründen:
Kennst du diese sehr feinen, verwobenen Spinnennetze, die sich häufig in den Lücken zwischen Regalen – oder sogar Regal und Buch – auftun? Zerbrechlich, sind sie, und wenn du an eine Ende ziehst, verzieht sich das Gesamtbild. Vielleicht kaum merklich, bewegt sich ein Faden, steht anders in Relation zu den anderen, und – und unserem Fall – die gesamte Geschichte nimmt einen anderen Weg. Ach, und vergaß ich, dass Spinnennetze dieser Art häufig unentdeckt bleiben? Buchheim hat nämlich unter seiner Fassade einige Unannehmlichkeiten versteckt.
Würde ich gefragt, was denn so meine Lieblingswesen aus Buchheim und Umgebung sind, wäre meine Antwort eindeutig:
Die Buchlinge!
Wer das ist, gilt es selbst heraus zu finden. Ich sag nur eins: Falls sie (oder einfach Moers-Bücher) dich auch so begeistern, es gibt da noch das Buch „Der Bücherdrache“, in dem es um eines genau dieser Wesen geht.
Ich habe bei mir auch noch den zweiten Teil der Graphic Novel zu „Die Stadt der träumenden Bücher“. Ein weiteres durchaus interessantes Buch, mit lauter lebhaften Malereien.