Die Wolke
19. Februar 2011
von Fee
4 Sterne
Fee Jahrgang 1993 Redaktion Lübeck
hat 4 Sterne vergeben

Es gibt keine absolute Sicherheit. Jede Technik hat Schwachstellen. Versagen ist menschlich.
Mit Versagen nicht zu rechnen ist verantwortungslos und unmenschlich.
Die Atomwirtschaft setzt auf technische Wunderwerke, die nicht versagen. Aber sie haben versagt.
Mag sein, die deutschen Atomwerke sind doppelt so sicher wie die russischen.
Dann passiert es in 8 Jahren anstatt in vier.
Und Brokdorf liegt nur 60 km von Hamburg, Biblis nur 50 von Frankfurt.
Wer evakuiert die Hamburger?
(23.5.1986, vier Wochen nach dem Reaktorunfall von Tschernobyl aus: Die Zeit)

Was niemand für möglich gehalten hat, passiert…
Janna und ihre Klassenkameraden werden von einem Katastrophenalarm in der Schule überrascht.
Es soll einen Reaktorunfall in Markt Ebersdorf gegeben haben, dem Ort wo ihre Eltern sich zu diesem Zeitpunkt aufhalten und der ihrem eigenen Wohnort gefährlich nahe liegt.
Zuhause beschließen sie und ihr Bruder Uli in Panik Essensvorräte in den Keller zu schaffen, um sich dort in Sicherheit zu bringen.
Doch ein letzter Anruf ihrer Mutter lässt sie fliehen, um vor der radioaktiv verseuchten Wolke verschont zu bleiben.

Doch weil alle Nachbarn bereits mit den Autos auf der Flucht sind, müssen die beiden mit den Fahrrädern flüchten.
Und dann stürzt Uli mit seinem Fahrrad vor ein fahrendes Auto.

Dieses Manga hat mich sehr berührt.
Es hat einerseits über die Gefahren der Atomkraft aufgeklärt und war andererseits mit tollen Zeichnungen versehen.
Durch die schnelle Abfolge der Handlungen und Geschehnisse, wird die Geschichte präzise und deutlich dargestellt.
Und auch wenn man weder den Roman noch die Verfilmung kennt, kann man dem Geschehen gut folgen.

Die Wolke erzählt was passieren kann, wenn die Politiker weiterhin ihre Augen vor den unbestreitbaren Folgen der Atomkraft verschließen, so unrealistisch es für die meisten auch sein mag.

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