Du oder das ganze Leben von Simone Elkeles
Du oder das ganze Leben
25. Februar 2011
von Freya
3 Sterne
Freya Jahrgang 1994 Redaktion Lübeck
hat 3 Sterne vergeben

Na toll.

Es ist Brittanys letztes Schuljahr auf der Highschool, und dann muss  sie in Chemie ausgerechnet mit Alex Fuentes zusammenarbeiten, dessen Ruf  ihm stets weit voraus eilt:
Führer eine Gang, der Latino-Blood, Krimineller, Drogenabhängiger und Schläger.

Und auch Alex ist von der ganzen Sache nicht angetan: Er soll mit Brittany Ellis, der blonden Miss
Perfecta zusammenarbeiten? Das kann nur schiefgehen. Trotzdem schließt er mit den anderen Mitgliedern seiner Gang eine Wette ab:
Er will es schaffen, Brittany vor Thanksgiving ins Bett zu kriegen.

Doch dann geschieht alles ganz anders. Brittany und Alex lernen sich  näher kennen und müssen feststellen, dass das Bild, das sie von dem  anderen hatten nichts als Schein und böse Gerüchte war. Sie stellen  fest, dass sie gar nicht so unterschiedlich sind- und verlieben sich  ineinander.

Es ist, um ehrlich zu sein, eine dieser typischen  Teenager-Liebesdramen mit rosarotem Happy End. Die Geschichte ist nicht  neu, doch trotzdem packt der Schreibstil den Leser nach nur wenigen  Seiten und lässt ihn nicht mehr aufhören.

Da übersieht man dann auch gnädig die schwache Übersetzung. Einen  Drogenabhängigen als „Drogi“ zu übersetzen ist wenig verständlich und  vor allem nicht die authentische Jugendsprache, die wahrscheinlich  erzielt war.

Interessant ist aber der Aspekt des scharfen Rassismus, der in dem  Buch aufgegriffen wird. Ein in Deutschland in dieser Form unbekanntes  Problem des Hasses zwischen Latinos und Weißen gibt der Geschichte eine  gewisse
Tiefe.  

Simone Elkeles schafft es, sich in beide Parteien gut hinein zu  fühlen und zeichnet damit ein lebensnahes und kritisches  Gesellschaftsbild.

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