Durch einen Spiegel in einem dunkeln Wort
Durch einen Spiegel in einem dunkeln Wort
30. März 2013
von Linnea
5 Sterne
Linnea Jahrgang 1997 Redaktion Lübeck
hat 5 Sterne vergeben

„Engel lügen nicht, Cecilie!“ Nun war sie diejenige, die nach Luft schnappte. „Bist du wirklich ein Engel?“ Er nickte nur kurz – so als ob das nun wirklich kein Grund zum Protzen sei. Cecilie war jetzt ein bisschen kleinlaut. Erst nach einigen Sekunden sagte sie: „Ich habe mir so etwas schon die ganze Zeit gedacht, ehrlich. Aber ich habe mich nicht getraut, zu fragen. Ich hätte mich ja auch irren können. Ich weiß nämlich nicht, ob ich überhaupt an Engel glaube.“

Cecilie ist todkrank und muss im Bett bleiben. Eines Nachts sitzt plötzlich der kleine Engel Ariel auf ihrem Fensterbrett. Während ihre Eltern und Großeltern sich mit dem Abschied beschäftigen, erforscht Cecilie nachts mit Ariel die Geheimnisse des Universums.

Jostein Gaarder schafft es in einem todtraurigen Buch kein bisschen Trauer aufkommen zu lassen. Während Cecilie sich auf dem Weg zum Sterben befindet, beschäftigt sie sich mit den Fragen des Lebens. Leichtfüßig versucht Jostein Gaarder, mögliche Antworten auf die philosophischen Fragen des Lebens zu geben. Der Leser begreift mit Cecilie zusammen mit jeder Seite mehr das Leben. Auch nach dem Lesen war das Buch noch lange Zeit präsent und hat mich mit einem ganz neuen Ansatz auf die Welt blicken lassen. Mühelos verknüpft Jostein Gaarder die Philosophie mit der Geschichte eines jungen Mädchens.

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