Faust, Der Tragödie erster Teil
Faust, Der Tragödie erster Teil
10. Oktober 2010
von Fee
4 Sterne
Fee Jahrgang 1993 Redaktion Lübeck
hat 4 Sterne vergeben

Der Teufel und Gott haben ein Abkommen, wenn Satan es schafft in  einem Jahr die Treue eines von Gottes Anhängern zu brechen, gewinnt er  zwei Kisten Ramazotti.
Durch Zufallsgenerator wird Heinrich Faust, ein Taxifahrer aus Berlin, ausgewählt des Teufels Opfer zu sein.
Dieser hat seine ganz eigenen Probleme:
Sein ehemalig bester Freund Wagner, Rollstuhlfahrer mit  Migrationshintergrund, schikaniert ihn und zerstört sein Leben immer  mehr durch fiese Intrigen, seit Faust Wagners Katze Charlotte von Stein  angeblich umgebracht hat.
Außerdem ist er unglücklich in die Muslima Margarethe, Verkäuferin eines Bio-Alleskaufladens, verliebt.
So begibt der Teufel sich auf Erden, um seine Wette zu gewinnen.
Getarnt als Mitarbeiter von „Happy Life“- einer Coachingagentur, gibt er  vor, Faust seinen größten Wunsch zu erfüllen und der ist ein Kuss von  Margarethe…
Hinzu kommt, dass Gott öfter mal in Fausts Leben eingreift, um ihn in  schwierige Situationen zu bringen, in denen er z.B. sterben könnte,  damit der Teufel die Wette auf keinen Fall gewinnt.
Dann muss der Teufel der Gute sein und sprichwörtlich Leben retten.

Was diesen Comic so besonders macht ist, dass Goethes ursprüngliche Charaktere in die heutige Zeit integriert wurden.
Ich bin eigentlich kein Fan von Comics, weil ich die Zeichnungen nicht  sehr schön finde, aber in diesem Fall hat es mich nicht weiter gestört.
Im Gegenteil hat es mich sogar gefreut, dass der Comic leicht verständlich war.
Die Geschichte überzeugt mit Witz und dem Charme eines sehr trotteligen, verliebten Fausts.

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