Happyface
Happyface
01. Juni 2011
von Freya
4 Sterne
Freya Jahrgang 1994 Redaktion Lübeck
hat 4 Sterne vergeben

Was tun, wenn das Leben es schlecht mit dir meint?
Ein Lächeln im Gesicht, ein munterer Spruch auf den Lippen und schon  läuft alles besser. Das denkt sich zumindest der Protagonist dieses  Buches und erfindet sich kurzerhand neu. Happyface. Immer gut gelaunt,  immer witzig und von einen Moment auf den anderen unglaublich beliebt.
Auf der neuen Schule kommt das gut an. Happyface findet schnell  Anschluss und lernt Gretchen kennen. Sofort verliebt sich Happyface in  sie. Alles scheint bestens zu laufen, doch   mit der Zeit wird es immer schwerer, die Glücklich-Maske zu wahren und  die Vergangenheit droht Happyface einzuholen.

In nur wenigen Büchern findet man eine solche Nähe zur Realität und  Persönlichkeit. Während des Lesens hat man tatsächlich das Gefühl, durch  das echte Tagebuch eines Teenagers zu blättern. Die Zeichnungen- mal  grobe Skizzen, kurze Comic-Strips oder beeindruckend stimmungsvolle  Momentaufnahmen- verdichten diesen Roman. 

Happyface  behandelt nicht nur die ewige Frage um die Beliebtheit an  der High School oder den langweiligen Pickel-Problemen eines  unscheinbaren Teenagers, sondern greift auch tiefer und weiter in das  Leben eines Jugendlichen herein als so manch ein anderer Roman.

Lediglich am Ende dann schwenkt die greifende Echtheit der Geschichte  in platte Moral über. Das ist ein wenig schade und trübt das endgültige  Lesevergnügen.

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