Harry Potter und der Stein der Weisen
Harry Potter und der Stein der Weisen
05. Mai 2009
von Lisa
5 Sterne
hat 5 Sterne vergeben

Es grenzt schon fast an Magie, wie die eigentlich doch recht simple  Grundidee, eine Geschichte über einen Zauberlehrling zu schreiben, in  einer Buchreihe enden würde, die man schon jetzt als Klassiker der  Kinder- und Jugendbuchliteratur betrachtet und J.K. Rowling zur  erfolgreichsten Autorin der Gegenwart macht. Harry Potter eroberte im  Sturm die Welt, sprengte Rekorde und Verkaufszahlen

Man verfolgte gerne den Werdegang des auserwählten Jungen und las  aufgeregt über die  Kämpfe gegen seinen großen Widersacher Lord  Voldemort, welche von Band zu Band nervenaufreibender und spannender  wurden.

Im ersten Buch ,, Harry  Potter und der Stein der Weisen“ beginnt alles  noch recht harmlos. Der damals elfjährige, mit einer Blitznarbe  gekennzeichnete Junge erfährt von seiner magischen Begabung und man  begleitet ihn mit nach Hogwarts, der Schule für Zauberei und  Hexerei. Dort lernt er Igel in Nadelkissen zu verwandeln, Federn zum  Schweben zu bringen und auf einem Besen zu fliegen. In seinen  Mitschülern Ronald Weasley, der sich nicht nur durch seine roten Haare,  sondern auch durch seinen Humor auszeichnet, und in der extrem  strebsamen, aber dennoch sehr emotionalen Hermine Granger wahre Freunde,  die Harry Potter in all seinen Notlagen beiseite stehen und ihn im  Kampf gegen seinen Erzfeind Lord Voldemort so gut es geht unterstützen.  So helfen sie ihm im erstem Schuljahr dabei, dass der Stein der Weisen,  welcher jedes Metall in pures Gold verwandeln kann und seinen Träger  unsterblich macht, nicht von Snape, dem zwielichtigem Zaubertranklehrer  der Schule, gestohlen wird. Die drei vermuten, dass er den Stein für den  dunklen Lord beschaffen will, um ihn zu seine alter Macht zurück zu  helfen. Doch ist ihre Vermutung richtig?

Ich persönlich lese ,,Harry Potter und der Stein der Weisen“ auch jetzt  noch gerne. Die ganze Welt der Magie ist noch aufregend und neu und  viele Charaktere, die man über die weiteren Bände besser kennen und  lieben lernt, haben hier ihren ersten Auftritt. Außerdem ist er, im  Hinblick auf die folgenden Bände, irgendwie recht unschuldig und  Ereignissen wie der Sieg eines Quidditchspiels oder das Erringen des  Hauspokals werden noch viel mehr Bedeutung beigemessen als dies in den  weiteren Büchern der Fall ist. Es geht weniger um den Kampf um Leben und  Tod und das Retten der gesamten Zaubererschaft als um erste  Freundschaften und das Eintauchen in eine neue Welt. Bei Teil eins  stimmt eigentlich noch so ziemlich alles: eine tolle Idee in einer  guten, mit einem guten Plot ausgestatteten Geschichte, welche durch, im  wahrsten Sinne des Wortes, zauberhafte Charaktere bereichert wird. Auch  wenn man sich mit dem durch die Medien stark hochgewirbeltem Thema Harry  Potter nicht auseinandersetzen mag, so empfehle ich doch jedem  wenigstens den ersten Band zu lesen. Danach kann man immer noch  behaupten, dass man einfach keinen Gefallen an dem Harry Potter-  Universum findet, aber wenigstens ist man dann um ein Stück  Weltliteratur mehr belesen.

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