Herr Bello und das blaue Wunder
Herr Bello und das blaue Wunder
23. Oktober 2019
von Rina
4 Sterne
Rina Jahrgang 2003 Redaktion Lübeck
hat 4 Sterne vergeben

Der Kinderbuch-Klassiker von Paul Maar ist der erste Teil der Reihe um Max, seinen Vater Sternheim und natürlich Herrn Bello.

Sternheim führt kein sehr spannendes Leben in seiner Apotheke. Aber das ändert sich, als eines Tages eine alte Frau hereinkommt und ihm einen geheimnisvollen blauen Saft überreicht, den noch sein Urgroßvater gemacht haben soll. Max experimentiert damit und findet zufälligerweise heraus, dass der Saft einen fantastischen Effekt auf Pflanzen hat. Als er das mit seinem Vater Herrn Edgar, einem Freund und Landwirt, vorführt, treffen sie Herrn Bello. Er beginnt seine Geschichte jedoch als Bello, ein Streuner, der von Max und Sternheim aufgenommen wird.
Beim Spielen mit Bello passiert ein Missgeschick mit dem blauen Saft und Bello schleckt das Ganze auf. Das hat unerwartete Folgen: Bello wird plötzlich Herr Bello - ein Mensch! Ein ehemaliger Hund, der sich im Menschsein noch nicht so ganz zurechtfindet, kann ja nur zu Chaos führen...


Dieses Buch ist für mich, wie bestimmt auch viele andere, eine schöne Kindheitserinnerung. Die lustige und absurde Geschichte rund um den Hund/Menschen und den ganz normalen Jungen Max trifft direkt ins Herz. Das Nicht-ganz-rein-passen, das Meine-Eltern-glauben-mir-nicht und die üblichen Schul-Probleme.
Paul Maar ist zwar mit vollem Recht einer der bekanntesten deutschen Autoren, was auch diese Geschichte zeigt, allerdings ist sie nicht der Höhepunkt seines Werkes. Ich hätte mich sehr gefreut, zum Beispiel noch einen Freund oder die Mutter von Max oder die anderen Hunde näher kennenzulernen. Ich hoffe, dass das vielleicht in den Nachfolgebänden passiert. So bleibt die Geschichte doch etwas auf einem Fleck und innerhalb des engen Kreises der Familie.

"Herr Bello und das blaue Wunder" ist für Kinder ein wunderbares Buch. Für mich ist es hauptsächlich noch eine wunderbare Erinnerung, bei der es schön ist, sie von Zeit zu Zeit wieder aufleben zu lassen.




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