Hunting the Dark Side of God - Heart and Soul
25. Juni 2026
von Lupus
5 Sterne
Lupus Jahrgang 2010 Redaktion Lübeck
hat 5 Sterne vergeben

Achtung: Enthält Spoiler, allein schon weil es sich um eine Fortsetzung handelt.

 


„Da half nur noch sein Schwert zu polieren.

Also sein Klingen-Schwert, nicht das Schwert, was Nox jetzt meinen würde.“

S. 299 Z. 17 ff.

 


Das dark fantasy Buch „Hunting the Dark Side of God – Heart and Soul“ von Mika D. Mon hat mich, wie ich es gewohnt bin, gefesselt. Wie schon vor drei Jahren, als ich mich an den ersten Teil der Todesboten-Reihe gewagt habe. Die aktuellere Hunting-Reihe folgt auf die Reihe der Todesboten. Etwa, wie eine zweite Staffel bei einer Serie. Es sind (zu Teilen) noch die gleichen Hauptfiguren, aber neue Charaktere wurden eingeführt und die Rollenverteilung hat sich neu etabliert.

Besonders dieses Buch hat mich wieder an die Todesboten erinnert. Nicht nur, weil es weiterhin um eine Gruppe Todesboten geht, die versuchen, die Welt zu retten, sondern auch, weil viele Dinge so passiert sind, wie ich es von den anderen Romanen kenne: Völlig waghalsige Vorhaben,, die auf komplett unvorhersehbare Ereignisse treffen - von denen man eigentlich schon weiß, denn es ist praktisch ausgeschlossen, dass mal was nach plan läuft -. Und mittendrin Gefühlschaos und Liebe.

Hiro hat seine Seele in einem Pakt an Luzifer verkauft. Diese wird immer instabiler, doch Hiro möchte trotz seiner Schwäche zum Schloss von Arken reisen, um dort weitere seiner Erinnerungen zu finden. Er hat seinen besten Freund Nox wieder an seiner Seite und somit kehrt auch ein Teil seiner Stärke zurück.

Im Schloss bleiben sie ein paar Tage, bis ein wütender Drache vor dem Tor steht und eine Entschädigung für sein zerstörtes Luftschiff fordert. (Warum der ein Luftschiff hat? Das steht in den Büchern und muss selbst erlesen werden.)

Das übergeordnete Ziel ist es weiterhin, Hiros Bruder von dem Einfluss des dunklen Gottes Armath zu befreien. Durch ihn wurde die Apokalypse vor 10 Jahren ausgelöst und jetzt in Form von rotem Nebel und dem weißen Tod weiterführt.

Der Humor der Autorinnen trifft genau meinen Geschmack: Etwas derbe, entsteht im einfachen Gespräch und deutet auf größere Differenzen hin, die vorher niemand beachtet hätte.

Eine meiner liebsten Seiten war Seite 217, weil dort bereits in der ersten Zeile das wundervolle Wörtchen „unkaputtbar“ fällt. Das hat mich wieder (wie „Im Land der verlorenen Dinge“) sehr erfreut.

 

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