Mirandas Traum
Mirandas Traum
05. März 2009
von Nathalie
3 Sterne
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Mirandas Traum wurde von Marianne Eschbach geschrieben und erschien  in der Verlagsgruppe Weltbild. Die kleine Miranda hatte einen schweren  Fahrradunfall und liegt seit dem im Koma. Ihr älterer Bruder Martin  erfährt durch einen sprechenden Pelikan, dass Miranda teil einer  gefährlichen Mission ist, die über das Schicksal unserer Träume  entscheidet. Aber wie kann Martin Miranda helfen? Er begibt sich mit  einigen sprechenden Tieren auf eine lange Reise, die so manches Opfer  fordert.

Ausschnitt aus Mirandas Traum:
Die sonnenlose Helligkeit war inzwischen der Abenddämmerung  gewichen.  Bald würden sie sich einen Platz zum Schlafen für die Nacht  suchen müssen. Ihr Weg stieg allmählich an und führte aus dem Dorf  hinaus, an Wiesen und Feldern vorbei, in den Wald hinein. Mit einem Mal  blieb Martin stehen. Er traute seinen Augen nicht. Miranda! Wo war denn  seine Schwester plötzlich hergekommen? Sie hüpfte zwischen einigen  Bäumen hindurch und winkte ihrem Bruder fröhlich zu.“ „Miranda!“ ,  schrie Martin. „Miranda!“  „Was hat er denn auf einmal?”, knarrte  Friedrich Pelikan. „Miranda! Bleib stehen! Warte!“ Der kleine Bär griff  nach Martins Arm, doch mit einer unwilligen Bewegung schüttelte dieser  die haarige Tatze ab und lief in den Wald. „Martin, halt! Was tust du?“,  krächzte Mutter Eule. „Komm zurück!“ Martin hatte Miranda wieder aus  den Augen verloren. Aufgeregt sah er sich nach allen Seiten um. Dann sah  er ihr helles Kleid zwischen den Hecken aufleuchten und wieder  verschwinden. Er drängte sich suchend durch die Büsche. „Martin!“,  brüllten die Tiere. Miranda fand sich im Wald spielend zurecht. Mit  traumwandlerischer Sicherheit stieg sie über Felsblöcke, hüpfte an der  Kante einer Klamm entlang,  tauchte im Unterholz unter und erschien an  einer ganz anderen Stelle wieder. Verzweifelt folgte Martin seiner  Schwester. Dann war der Wald auf einmal zu Ende, und Martin fand sich  auf einem steil ansteigenden Gelände wieder, auf dessen  gegenüberliegenden Seite er eine gewaltige Mauer erblickte. Er starrte  die Mauer einen Augenblick verständnislos an, dann begriff er, dass es  sich um einen Teil der Burgmauer handeln musste. Im selben Augenblick  wurde die Stille vom Schleifen schwerer Ketten zerschnitten.  

Das Buch hat an vielen Stellen etwas philosophisches und ist dadurch  etwas schwieriger zu verstehen. Manche Sätze muss man öfter lesen, um  ihren Sinn zu erfassen. Durch die Reise durch das Land der Träume ist es  eigentlich ein Kinderbuch, aber auch von Älteren nicht zu verachten.  Das Buch ist packend, aber an manchen Stellen vielleicht ein bisschen  langweilig.

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