Rein ins Paradies, Baby
Rein ins Paradies, Baby
08. September 2011
von Kim
1 Stern
Kim Jahrgang 1994 Redaktion Lübeck
hat 1 Stern vergeben

Evas Leben ist voll durchgeplant.
Auch wenn sie erst sechzehn ist, hat sie alles im Griff und genaue  Vorstellungen. Im Moment das Wichtigste: Mit ihrem Freund für ein  Praktikum nach London. Doch alles gerät aus den Fugen, als ihre alte und  vergessene Freundin Jule vermisst wird. Mit einigen Bier intus  beschließt Eva, sie zu finden. Eine Entscheidung, die sie bitter bereut  als sie am nächsten Morgen in Adams LKW in Richtung Spanien aufwacht.  Doch während Eva ihr Leben noch aus der Bahn geworfen sieht, zeigt sich  ihr ein ganz neuer Weg auf. Ein Weg, auf dem einfach alles passieren  kann.. 

„Rein ins Paradies, Baby“ ist sowohl von der Sprache als auch vom  Inhalt erst einmal ein Schuss nach hinten. Denn wenn man das Buch in die  Finger bekommt, glaubt man eine völlig andere Geschichte zu finden, als  die, die tatsächlich erzählt wird. Das ist das erste. 

Gleich auf der ersten Seite des Buches wird man dann aber auch gleich  mit dem Schreibstil konfrontiert, der mir auf den ersten 20 Seiten  wirklich Probleme bereitet hat. Es gibt diese Art zu schreiben, bei der  man unbedingt so klingen will, wie ein geheimnisvoller humorvoller  Erzähler, man will es unbedingt. Und im Endeffekt merkt man genau das,  dieses unbedingt wollen aber dann doch vorbeischrammen. Das ist das  zweite.
 Dazu kommt, dass die Kapitel manchmal in verschiedenen Sichten und  Zeiten geschrieben ist, das aber nirgendwo gekennzeichnet ist.

Der vierte Punkt auf dieser Liste ist dann aber auch schon die Story  an sich, die von der Idee gar nicht so schlecht ist. Allerdings kommt  Eva als Hauptperson wirklich sehr unrealistisch rüber. Als ich die  ersten Sätze über sie gelesen habe, habe ich gedacht, die Rede sei von  einer mindestens 20-Jährigen. Stattdessen hat man es aber mit einer  Sechzehnjährigen zu tun. Na klar, es gibt Jugendliche, die sich bereits  sehr erwachsen kleiden und verhalten, doch gerade beim Schreiben muss  man die Balance finden, die Person sowohl in ihrem Verhalten als auch in  ihrem tatsächlichen Alter darzustellen.  

Die verschiedenen Handlungen von Eva passen auch nicht immer wirklich  zusammen, genauso wenig, wie das, was sich zwischen ihr und Adam  entwickelt. Alles in Allem ist „Rein ins Paradies, Baby“  für mich ein  Buch, das einen interessanten Grundgedanken, jedoch eine ziemlich  schlechte Umsetzung zu verbuchen hat. 

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