Stargirl
10. Oktober 2010
von Daria
4 Sterne
Daria Jahrgang 1991 Redaktion Lübeck
hat 4 Sterne vergeben

Sie passt nicht in ihre Welt. Sie ist merkwürdig, komisch. Anders.  Eine gute Schauspielerin? Das ist die einzige vernünftige Erklärung – so  jemanden kann es nicht geben! Doch Stargirl ist Stargirl, realisiert  Leo, als er sich immer mehr zu ihr hingezogen fühlt.
Stargirl ist eine neue Schülerin an Leos Schule, die jeden mit ihrer  Unangepasstheit überrascht. Über kurze Zeit greift Stargirls  Leidenschaft auf alle anderen Schüler über und sie wird zu einer der  beliebtesten Schülerinnen der Schule. Leo  verliebt sich in sie mit all ihren Eigenarten, doch fühlt er sich  hilflos, als die anfängliche Faszination der anderen in Verachtung  umschlägt. Denn nicht nur Stargirl wird ausgegrenzt, sondern auch Leo,  der große Probleme hat, damit klarzukommen.

Oberflächlich benötigt man eventuell etwas Zeit, um von der  Geschichte mitgerissen zu werden. Der Schreibstil ist flüssig und die  Handlung ist zügig. Da Leo jedoch zu Beginn oft aus einer sehr  allgemeinen Perspektive erzählt, gestaltet es sich schwierig einen  emotionalen Draht zu den Charakteren aufzubauen. Sobald das Schulleben  in den Hintergrund rückt und sich die Handlung auf Stargirl und Leo  konzentriert, fängt der Roman plötzlich an zu funktionieren.
Erzählt der Autor Jerry Spinelli hier eine alltägliche, flache  Liebesgeschichte? Liebesgeschichte schon, aber flach auf keinen Fall.  Der Roman überrascht mit einer Tiefe, die für Jugendbücher bemerkenswert  ist. Es geht nicht nur um eine zarte Liebe, die zwischen zwei Teenagern  entsteht. Es geht ums Anderssein und darum, dass wenn man auch nicht  von allen akzeptiert werden wird, man doch zu sich selbst stehen sollte.  

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