The Gift
The Gift
18. April 2020
von Julia
5 Sterne
Julia Jahrgang 2000 Redaktion Lübeck
hat 5 Sterne vergeben

The Gift – Gedichte von Hafiz (ins Englische übersetzt von Daniel Ladinsky)

Das Buch umfasst 250 Gedichte des persischen Poeten Hafiz (c. 1320-1389). Sie handeln fast ausschließlich von Glaube und Gott.

Ich persönlich bin nicht sonderlich gläubig. Mir gefällt der Gedanke von einem grundlegenden Vertrauen an eine höhere Macht. Sonntags den Orgelspielern in der Kirche zuzuhören ist für mich eine Form der Entspannung. Diese Gedichte aber haben mir den Glauben auf eine Art und Weise erklärt, die ich nur schwer in Worte fassen kann.

Vielleicht sind es die Vergleiche, die er nutzt. Gott als Kissen oder als die Begeisterung für das ganze Universum. Seine Ansicht, dass in allem Liebe und damit Gott liegt, das Tanzen mit Freunden, das sich in den Drehungen des Universums wiederfindet, der Gang über den Markt und eine Unterhaltung zwischen zwei Pfützen.

In diesem Wechsel von Alltäglichem, Verrücktem und der Bewunderung für das gesamte Leben habe ich ein bisschen besser verstanden, was einen allgegenwärtigen und gutmütigen Gott so vertrauenswert macht. Für meinen Glauben hat sich nicht viel geändert. Der Unterschied liegt darin, dass ich besser verstehe, was es für andere bedeutet. Außerdem fühle ich mich in meiner Neugier gegenüber dem Universum bestätigt; etwas, das nach elf Jahren Schule dringend nötig war.

Deswegen liegt mir dieses Buch sehr am Herzen, das äußert sich bei mir in Form von zwei Stapeln Post-Its und zwei Lesezeichen, die all meine Lieblingsgedichte und -stellen markieren. Definitiv eins der Bücher, bei dem die Entscheidung es zu kaufen und nicht nur auszuleihen die richtige war. Die Tatsache, dass die Gedichte über 600 Jahre alt sind, macht sie allerhöchstens noch verblüffender.

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