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Trix Solier - Zauberlehlring voll Fehl und Adel
20. Oktober 2010
von Freya
3 Sterne
Freya Jahrgang 1994 Redaktion Lübeck
hat 3 Sterne vergeben

Eigentlich war Trix Leben von Anfang bis Ende vorbestimmt. Ein bequemes Leben als Co-Herzog Solier am Hofe seiner Eltern.
Doch eines Tages kommt alles ganz anders: Seine Eltern werden bei einem Putsch umgebracht und Trix muss fliehen. Aber wohin kann er schon gehen?
Nach einer langen, verschlungenen Reise durch das Königreich und allerlei neuen Bekanntschaften, trifft Trix schließlich den Zauberer Radion Sauerampfer. Sauerampfer erkennt Trix‘ Fähigkeiten sofort und bietet ihm an, sein Zauberlehrling zu werden.
Trix willigt ein und stürzt mitten in ein aufregendes Abendteuer, wie er es sonst nur in den alten Chroniken gelesen hatte: Feen, Minotauren, die schöne Fürstin Tiana, die gerettet werden muss, Magie und einen waghalsigen Plan, seinen Thron wieder zurückzuerobern.

Sergej Lukianenko hat mit Trix Solier ein originelles und unterhaltsames Fantasybuch geschaffen, was in diesem verstaubten und von Klischees zermürbten Genre eindeutig nötig gewesen ist. Die Kombination von Humor, Einfallsreichtum und einer spannenden Handlung machen das Buch unbedingt lesenswert.

Es ist angenehm, wie leicht der Autor dieses Genre nimmt, wie er mit seiner Fantasie spielt und doch nie den Bezug zu alten Legenden und Heldengeschichten verliert. Trix ist kein lächerlicher Held, nein, er ist wunderbar menschlich in seinen Schwächen und Stärken.
Leider ist es ein wenig irritierend, dass Lukianenko meint, dass er in diesem Fantasybuch seine Meinung über folgende Themen loswerden muss:
Bürokratie, angewandte Arithmetik, Massenvernichtungswaffen, Poesie und Poetik, Fastfood, Diplomatie, das moderne Konsumverhalten, Regenbogenpresse, Psychologie, die Frage über den Sinn des Lebens sowie das Jenseits.

Nun gut.

Das ist mag irritierend klingen, aber wer bei diesen Exkursen standhaft bleibt und weiterliest, wird am Ende mit einer unterhaltsamen und einzigartigen Geschichte belohnt.

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