Über mir der Himmel
11. Oktober 2010
von Kim
4 Sterne
Kim Jahrgang 1994 Redaktion Lübeck
hat 4 Sterne vergeben

Lennies Zimmer ist leer. Vollkommen. Auch wenn die Klammotten noch überall verstreut sind und die Wände orange leuchten. Denn Bailey ist fort. Und niemals wird sie wiederkommen, denn der Tod lässt niemanden zurückkehren. Lennies geliebte Schwester, zu der sie immer aufgeblickt hat, mit der sie ihr Leben geteilt hat, hat Lennie nun allein im Leben stehen lassen. Und nun ist Lennies Herz zerbrochen, in Trauer, Sehnsucht und Hoffnungslosigkeit. Doch kann man sich verlieben wenn das Herz gebrochen und die Gefühle überwältigend sind? Und das in gleich zwei Jungs?

Und was, wenn der eine davon auch noch der Freund seiner verstorbenen Schwester ist? Lennie muss sich fragen, was ihr Herz am meisten begehrt, jemanden, der ihren Schmerz teilen kann oder jemanden, der Licht in ihre Seele bringt, um den Weg zurück ins Leben zu finden.

In Über mir der Himmel steckt in der ersten bis zur letzten Seite nur Gefühl. Die Trauer von Lennie ist in jeder Zeile spürbar und zeigt einem, wie kurz das Leben sein kann und wie grausam es ist, einen geliebten Menschen zu verlieren. Und es zeigt, wie schwer es ist, damit zu Recht zu kommen und es zu akzeptieren. Denn diesen Verlust mag man sich kaum vorstellen und es sollte einen wachrütteln jeden einzelnen Tag mit den Menschen, die man liebt, zu genießen.

Über mir der Himmel hat weit mehr zu bieten als das Hin und Her zwischen zwei Jungs, denn es ist abgrundtief traurig, sehnsuchtsvoll, erfrischend tollpatschig, zum Schmunzeln, hoffnungsvoll, poetisch, mitreißend und einfach nur voller Herz.

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