Wer morgens lacht
Wer morgens lacht
09. November 2013
von Mara
4 Sterne
Mara Jahrgang 1996 Redaktion Lübeck
hat 4 Sterne vergeben

„Ich muss sie loswerden, unbedingt. Ich halte es nicht länger aus, dass sie sich in mein Leben einmischt und mir die Luft zum Atmen nimmt. Ich muss sie loswerden, das ist meine einzige Chance, wieder nur ich zu sein oder endlich nur ich (…)“

Stark sind die Erinnerungen an die Zeit davor, aber genauso stark die Erinnerungen an die Zeit danach. Bei Anne in der Familie gibt es nur ein davor und ein danach. Eine Zeitrechnung nach dem Verschwinden von Marie, ihrer Schwester. Doch Anne muss anfangen, sich von ihr zu lösen. Immerhin ist es jetzt vier Jahre her. Endlich aus dem Schatten ihrer Schwester treten, die immer besser und schöner war und alles bekam, was sie wollte. Doch mit dem Versuch, sich zu lösen, kommen auch die Erinnerungen wieder…

Eine Geschichte, die zutiefst berührt. Eine Familientragödie, die einen nicht mehr loslässt und die Frage aufwirft, ob der Schein trügt. Besonders gefallen haben mir die kursiv gedruckten Anfänge eines jeden Kapitels. Das Thema Erinnerungen und die Gefühle, die man mit der Vergangenheit verbindet, beschäftigt einen und spricht einen direkt an. Auch dass die Protagonistin mein Alter hat, hat das Buch zu etwas ganz Besonderem gemacht, da ich mich so noch besser in die Hauptfigur hineinfühlen konnte.

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