Zusammen sind wir unendlich
17. April 2019
von Jan
5 Sterne
hat 5 Sterne vergeben

Man kann das Genre Liebesromane mögen, oder nicht. Verständlicherweise interessiert sich nicht jeder Mensch für Romane, die allein von tragischen Schicksalsschlägen und der wahren Bestimmung handeln.

Trotzdem gibt es immer wieder Bücher, die auffallen, wenn man mit der Hand über ein Regal streicht, die man einfach anlesen muss. Oder Bücher die man eher aus Langeweile anfängt. Bücher zu denen man von Freunden genötigt wird.

Und oft ist der geneigte Fantasy-, Krimi-, oder Sachbuchleser dann überrascht. Überrascht von einem Liebesroman mit interessanten Charakteren, die so menschlich geschrieben sind, dass es keine andere Möglichkeit gibt, als das Buch auf der Stelle durchzulesen, es zurück ins Regal zu stellen und sich noch lange zu erinnern.

So ein Buch ist „Zusammen sind wir unendlich“ von Melissa Keil. Und ja, der Titel passt nicht ins beschriebene Schema. Das Buch schon.

Es geht in den Hauptrollen um Sophia, ein Mathegenie ohnegleichen, die außer der Wissenschaft nur eine einzige Freundin, dafür aber Angst vor Menschenmengen hat und Joshua, der in seiner Freizeit Kartentricks lernt oder im Houdinis Blinddarm jobbt. Zwar ist und bleibt Liebesgeschichte ein halbwegs vorgeschriebener Plot, trotzdem kann Sophia sich selbst so schwer einschätzen, dass der Leser nur sehr vage vermuten kann, welchen Verlauf die Geschichte als nächstes nimmt.

Dieser Roman könnte deine minimal, jährliche Dosis Romantik sein, die du im Jahr brauchst.

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