Alles Regal

Buchkummer

Kennst du das? Du liest friedlich und ohne etwas böses zu ahnen in einem weichen Sessel sitzend ein schönes Buch und fühlst dich gerade so richtig wohl. Die Charaktere sind dir mittlerweile wirklich sympathisch geworden und du scheinst sie besser zu kennen, als deine eigenen Geschwister. Nach den anfänglichen Schwierigkeiten in die Geschichte einzutauchen bist du endlich vollends angekommen. Es ist alles perfekt. Du blätterst und blätterst und blätterst… bis… bis da nichts mehr kommt. Das Buch ist auf einmal vorbei. 

Das ist wohl eine Situation die jeder kennt, der gerne Bücher ließt. Man hat ein Buch so richtig lieb gewonnen und wenn es schließlich zu Ende ist, fühlt es sich an wie Liebeskummer. Man ist zwar glücklich, aber gleichzeitig enttäuscht und fürchtet sich ein bisschen vor der Leere, die dann kommt. Ich habe nach einem wirklich guten Buch oft Probleme ein neues anzufangen, weil ich Zeit brauche, um mich von der Geschichte zu lösen und meine Erwartungen herunterzuschrauben. Manchmal greife ich aber auch wahllos nach einem neuen Buch, nur um nach wenigen Seiten festzustellen, dass ich mich noch nicht darauf einlassen kann. Nach ein oder zwei Tagen verblasst die Geschichte langsam und  bleibt als schöne Erinnerung zurück.

Mich würde wirklich interessieren, wie ihr euch fühlt, wenn ihr ein gutes Buch durchgelesen habt. Kommt euch meine Situation bekannt vor? Trauert ihr besonderen Geschichten auch so hinterher? Lasst es uns gerne wissen!

RedakteurRedakteur: Kathrin
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