Als gäbe es einen Himmel
Als gäbe es einen Himmel
08. Mai 2012
von Freya
4 Sterne
Freya Jahrgang 1994 Redaktion Lübeck
hat 4 Sterne vergeben

Das Schicksal einer Familie im Schatten des Zweiten Weltkriegs. Jef  und Ward sind beste Freunde. Sie leben in einem winzigen Dorf im von den  Deutschen besetzten Belgien. 

Ward will für Deutschland in den Krieg ziehen. Jef will auch, doch  seine Familie hindert ihn daran. Seine Schwester Renée liebt Ward, kann  seine Entscheidung jedoch einfach nicht verstehen. Und der Kleinste,  Remi, versteht zu versuchen, was der Krieg mit den Menschen macht.
Ward zieht trotz Renées Bemühungen in den Krieg, das Dorf leidet unter  der deutschen Besatzung. Und auch wenn sich ihre Wege trennen, bleibt  den vier Schicksalen doch immer ein Trost: Die Liebe zur Musik und die  Hoffnung darauf, dass eines Tages alles besser werden wird.

Endlich wieder ein lohnenswerter historischer Roman! 600 Seiten mögen  zunächst abschrecken, doch schon bald ist man gepackt von der  überraschenden Intensität der Geschichte. Spannend und mitreißend sind  die verschiedenen Perspektiven der Hauptcharaktere beschrieben. Jeder  hat mit seinen eigenen Problemen zu kämpfen, jede der Personen ist  komplex und authentisch. Das Buch regt, gerade in der letzten Hälfte der  Geschichte, zum Nachdenken über Schuld, Mut und Ehrlichkeit an. Lange  lässt die Autorin den Leser im Ungewissen, wie der Roman ausgehen könnte  und schafft es dann doch im Finale noch einmal zu überraschen. Auf  jeden Fall lesenswert!

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