Der Ruf der Tiefe
Der Ruf der Tiefe
03. Juli 2011
von Gast, Mara
Ø 3,5 Sterne
Mara Jahrgang 1996 Redaktion Lübeck
hat 3 Sterne vergeben

Leon lebt auf der Station Benthos II, mitten in der Tiefsee. Er und  ein paar andere Jugendliche arbeiten für die ARAC und suchen Rohstoffe  und Bodenschätze auf dem Meeresgrund in etwa 1000 Meter Tiefe.
Sie atmen mit Flüssigkeit, das heißt sie können weitaus tiefer und  freier tauchen als gewöhnliche Taucher. Leons Krake Lucy begleitet ihn  bei jedem Tauchgang.
Er kann ihre Gedanken und Emotionen spüren und so sind sie das perfekte  Paar dafür. Doch während eines Tauchganges schwimmt Leon plötzlich in  eine sauerstoffarme Zone und gelangt in Lebensnot. 

Nur mit Mühe und der Hilfe seines Kraken kann er sich retten. Leon  möchte auf eigene Faust herausfinden, was es mit diesen Todeszonen auf  sich hat und ob diese vielleicht auch etwas damit zu tun haben, dass  ungewöhnliche Geschöpfe aus der Tiefsee plötzlich an die  Wasseroberfläche flüchten. Er deckt einen Skandal auf und muss flüchten.  Nur Carima, ein Mädchen von “oben“ kann ihm helfen.

Carimas Handy klingelte. Vielleicht jemand aus Deutschland, der  noch nicht mitbekommen hatte, dass sie gerade ziemlich weit weg war.  Abwesend nahm Carima das Gespräch an.
„Hier ist Leon. Leon Redway, erinnerst du dich noch?“(…)
„Ja…ja, klar erinnere ich mich“ brachte sie schließlich heraus. (…)
„Es ist eine Menge passiert – Ich musste mit Lucy fliehen und zurzeit  bin ich an Land…“ Seine Stimme klang gepresst, und etwas lag darin, das  Carima Sorgen mache.
„Bist du verletzt?“, fragte sie spontan.
Er zögerte mit der Antwort, so als sei es ihm peinlich, es zuzugeben. „Ja.“ … 

Beim Lesen dieses Buches erfährt man viel über die Tiefsee und die  Meeresbewohner. Dies ist sehr interessant und auch die Geschichte ist  recht spannend. Allerdings finde ich, dass gegen Ende “zu viel  passiert“. Man verliert schnell den roten Faden und am Ende wird dann  die ganze Sache viel zu schnell aufgelöst. Aber es macht trotzdem Spaß  das Buch zu lesen.

hat 4 Sterne vergeben

„Leon mochte die Dunkelheit der Tiefsee. Wenn er allein tauchte  oder mit Lucy, dann schaltete er oft die Lampe ab. Die völlige Schwärze  machte ihm nichts aus, irritierte ihn nicht – die Dunkelheit umhüllte  ihn wie ein Mantel und er fühlte sich geborgen in ihr. Nach einer Weile  hatten sich seine Augen an die Umgebung gewöhnt, und er sah das, was die  anderen verpassten.“

„Der Ruf der Tiefe“ von Brandis & Ziemek spielt im Jahr 2018. Der  sechzehnjährige Leon gehört zu einer Elite junger Taucher, die  Flüssigkeit atmen können und sich dadurch auch in der Tiefsee frei  bewegen können. Die Tiefsee ist sein  Element. Mit seiner Partnerin, der Krake Lucy, mit der er sich  verständigen kann, sucht er am Meeresboden nach Rohstoffen für die Firma  ARAC. Plötzlich breiten sich jedoch „Todeszonen“ aus, Meerestiere  verlassen ihre angestammten Gebiete und auch an Land sind Veränderungen  spürbar. Als Leon sich über ein Tauchverbot hinwegsetzt, macht er eine  gefährliche Entdeckung. Gemeinsam mit Carima, einer jungen Touristin von  „oben“, geht er der Ursache für die Veränderungen auf den Grund…  

Ich fand das Buch sehr gut. Ich war sofort in der Geschichte drin und  obwohl ich mich sonst nicht so der Meermensch bin, konnte ich die  Begeisterung für die Tiefsee und deren Faszination richtig mitfühlen.  Die Handlung ist spannend, weil man oft nicht wusste, was als Nächstes  passiert und es viele Überraschungen gab. Auch das Ende, das mich etwas  schockiert hat, war nicht vorhersehbar. Ich konnte das Buch nicht mehr  aus der Hand legen. Der Schreibstil war angenehm zu lesen. Auch nachdem  ich es gelesen hatte, musste ich noch länger an die Geschichte denken.  Ich finde, es ist sehr realistisch dargestellt, dass die Welt mal so  werden könnte wie in dem Buch beschrieben, das Flüssigkeitstauchen z.B.  ist gut erklärt.

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