Die dritte Pforte
Die dritte Pforte
27. September 2009
von Nathalie
3 Sterne
hat 3 Sterne vergeben

Die dritte Pforte erschien 2008 im Ullstein- Verlag und wurde von Esteban Martín und Andreu Carranza geschrieben.

Die Geschichte spielt in Barcelona 2006. Dort geschieht der Mord an Juan Givell, einem an Alzheimer erkranktem alten Herrn, der oft in unverständlichen Rätseln sprach. Selbst seine Enkelin Maria, eine junge Kunsthistorikerin, kommt nur mit Mühe auf die Spur dessen, was sie bedeuten: Es geht um eine Sekte, die vor hundert Jahren den Architekten Antoni Gaudi umbrachte. Sie erfährt, das ihr Großvater eine Art Adoptivkind von Gaudi war. Er war ein Ritter des Moriah-Geheimordens, der Etwas vor der satanischen Sekte verbirgt. Zusammen mit ihrem Freund Miguel löst Maria jedes Rätsel auf ihrem Weg, doch nun ist auch sie im Visier der Mörder und andere Unschuldige werden mit hineingezogen. Wie kann Maria dem Morden ein Ende setzten und gleichzeitig den letzten Willen ihres Großvaters erfüllen? Was versteckt der Geheimorden der Moriah vor der Sekte? Das anfängliche Rätsellösen wird zu einer Jagd auf Leben und Tod.

Ausschnitt aus Die dritte Pforte:
Es war der Morgen des 8. Juni, und Juan Givell betete. Immer wenn sein Gedächtnis aussetzte und sein Bewusstsein ins Leere zu stürzen drohte, klammerte er sich an das Gebet, den einzigen Trost, der ihm noch blieb.
In seinem Zimmer im Altenheim driftete sein Geist wieder ab. Er kniete am Fußende des Bettes vor einem schlichten Holzkruzifix.
Am frühen Morgen war er bei klarem Verstand gewesen, daher hatte er die Gelegenheit genutzt, sofort ausgiebig mit Pater Jonas zu reden. Er hatte ihm alles, absolut alles erzählt, an das er sich erinnern konnte.
Jetzt klopfte es an die Tür, aber Juan reagierte nicht. Er wusste, dass er bald wieder zurück in das schwarze Loch fallen würde. Das Klopfen an der Tür klang wie ein Echo. Es schien von weit her zu kommen. Dann öffnete sich die Tür.
„Sie haben Besuch… Ein Freund von Ihnen, Juan, aus Ihrer Kindheit“, sagte die Nachtschwester, die gleich Feierabend machen würde.
Die Augen des alten Mannes blitzen in der Dunkelheit auf. Ein Schwall von Bildern und Erinnerungen überschwemmte ihn Er blickte die Krankenschwester unverwandt in die Augen, und diese senkte den Blick.
„Sie ist eine von ihnen“, dachte er ohne jeden Zweifel. Sie hatten ihn gefunden.

Die Dritte Pforte ist (wie man schnell merkt) sehr mit historischem Hintergrund versehen, wobei auch klar ist, das viel dazuerfunden wurde. Trotzdem kann man die immer panisch werdende Rätseljagd auf Leben und Tod sehr gut nachvollziehen.

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