Du stehst in meinen Sternen
Du stehst in meinen Sternen
17. November 2009
von Kim
3 Sterne
Kim Jahrgang 1994 Redaktion Lübeck
hat 3 Sterne vergeben

Cassie hat eine außergewöhliche Gabe. Sie hat Visionen und kann in die Zufunft anderer Menschen blicken. Natürlich nicht auf Knopfdruck, wie sie immer wieder betont. Nein, es kommt plötzlich und unertwartert und, was am wichtigsten ist, es trifft auch immer tatsächlich ein. Cassie, eigentlich Cassandra, hat zwei beste Freundinnen. Jo und Charlene. Zwei Freundinnen, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Jo, die sich für Tier und Menschenrechte stark macht und dafür keine Mühen scheut. Und Charlene, die sehr wohl alle Arten von Mühe scheut und den lieben langen Tag, dank Daddys Millionen, shoppen geht. Trotzallem gehen die drei durch dick und dünn. Doch dann hat Cassie eine ihrer berühmten Visionen und damit ein riesiges Problem vor sich. Sie sieht in ihre eigene Zukunft und stellt fest, dass sie sich unsterblich in den neuen Freund ihrer besten Freundin Charlene verlieben wird. Zusammen mit Jo versucht sie eine Lösung zu finden, doch das ist nicht ganz einfach. Denn Charlene hat zwar ein Herz aus Gold, kann aber auch die Ausgeburt des Teufels sein. Und es stellt sich die große Frage: Was tun?

Ausschnitt aus Du stehst in meinen Sternen:
Jo hat den Tag damit verbracht, eine Kampagne gegen die Todesstrafe in China zu lancieren. Ich dagegen habe mich damit beschäftigt, meine Kolumne zu tippen und Fragen von Frauen mit Liebesproblemen zu beantworten. Aber jetzt erzähle ich Jo erstmal, was ich gestern Abend gesehen habe, klar und deutlich und in prallstem Technicolor. Sie ist eine fabelhafte Zuhörerin, und als ich fertig bin mit meiner weitschweifigen Geschichte, greift sie sofort zu Stift und Papier. „Okay, machen wir eine Liste mit allem, was dich beunruhigt, und versuchen es zu reduzieren.“ Listen sind ein sehr wichtiger Bestandteil in Jos gut organisiertem Leben. Ständig ist sie dabei, irgendwelche zu erstellen, und obwohl ich sie deswegen gelegentlich erbarmungslos auslache, schwört sie, das die Listen ihr jedes Mal, wenn sie einen Punkt abhakt, das Gefühl geben, etwas geleistet zu haben.
„Lassen wir die Emotionen mal einen Moment lang außen vor konzentrieren wir uns auf die Fakten. Punkt eins. Du glaubst…“
„Ich weiß…“
„Entschuldige. Du weißt also, Jack Hamilton ist wahrscheinlich…“
„Ohne jeden Zweifel…“
„Ist ohne jeden Zweifel der erste Mann in deinem Leben, in den du dich richtig…“
„In den ich mich unsterblich…“
„In den du dich unsterblich verlieben wirst.“
„Korrekt.“
„Okay. Punkt zwei. Deine Vorhersagen waren nach bisherigen Wissensstand nie falsch. Wenn sie also auch diesmal stimmt, dann führt uns das nahtlos zu Punkt drei…“
„Charlene hat ihn sich geangelt.“

Das Buch hat eine humorvolle jedoch etwas vorhersehbare Handlung. Auch wenn Cassies Gabe in die Zukunft sehen zu können eine nette Idee ist, ist doch alles etwas weit hergeholt. So kommt es etwas unlogisch rüber, dass ihr Talent so schnell akzeptiert wird, würden doch die wenigsten glauben, dass Hellseherei existiert. Eher würde man die Person, die dies behauptet für verrückt erklären, als ihr so bereit willig Glauben zu schenken. Zudem ist die Geschichte zwischen den Freundinnen und Cassies Traummann Jack ziemlich schnell zu durchschauen und man weiß eigentlich bereits während des Lesens, wie das Buch enden wird. Trotzallem ist es eine amüsante Geschichte, die einen für einige Zeit ein klein wenig in die mystische Welt entführt.

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