Evernight von Claudia Gray
Evernight
07. Dezember 2009
von Freya
2 Sterne
Freya Jahrgang 1994 Redaktion Lübeck
hat 2 Sterne vergeben

„Bloß weg hier!“ Das ist der erste Gedanke, der Bianca kommt, als sie  vor den altehrwürdigen Toren der Evernight-Akademie steht. Doch ihre  Eltern, die beide Lehrer sind, haben eine Stelle in dem Internat  angenommen und beschlossen, Bianca gleich mitzunehmen. Aber die fühlt  sich einfach furchtbar zwischen all diesen perfekten, reichen und  eingebildeten Schülern, die die Schule besuchen. Doch dann lernt sie  Lucas kennen, einen Außenseiter, der so ganz anders ist als alle  anderen. Sie lernen sich besser kennen und verlieben sich ineinander. Nach  einer Weile kennen sie sich besser als jede andere Person. Doch dann  gerät Biancas größtes Geheimnis in Gefahr und auch Lucas scheint nicht  der zu sein, der er anfangs schien.

Vor der beeindruckenden und greifbaren Kulisse der Evernight-Akademie  spielt die Geschichte der Liebe von Bianca und Lucas. Leider sind die  Hauptpersonen weniger interessant als die Nebencharaktere. Raquel, die  sich auf der Schule ebenso unwohl fühlt wie Bianca, der tyrannische  Erich, der wohl einer der Gründe dafür ist, der ruhige Riese Balthazar  oder der verrückte Surfer Vic. All diese Personen versprühen mehr  Lebendigkeit und Charme als das große Liebespaar gemeinsam. Bianca ist  einfach zu gewöhnlich, ein Mädchen, dass sich selbst für so furchtbar  langweilig hält und ein nervtötend geringes Selbstwertgefühl besitzt.  Zum Glück verändert sie sich jedoch noch ein wenig im Laufe des Buches.  Über Lucas lässt sich wenig sagen, er ist einfach zu simpel gestrickt,  seine Handlungen und Motive sind vorhersehbar. Anfangs als brutaler  Schläger dargestellt verwandelt er sich in ein braves Schäfchen, ohne  den Leser aufzuklären, warum. Trotzdem muss man den geschickten  erzählerischen Handgriff in der Mitte des Buches bewundern, der das  gesamte vorherige Bild des Lesers auf den Kopf stellt, ohne dabei ins  Unrealistische zu wechseln. Leider betrifft dieser Wechseln nur die  Handlung und nicht die Hauptcharaktere, die danach noch deplatzierter  wirken als zuvor.

 

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