Hundewinter
Hundewinter
22. Dezember 2011
von Kerrin
3 Sterne
Kerrin Jahrgang 1993 Redaktion Lübeck
hat 3 Sterne vergeben

Es ist Winter. Andere Kinder haben gerade Winterferien bekommen und  machen Schneeballschlachten mit ihren Freunden. Oder sie gehen rodeln,  machen Schnee-Engel und bauen Schneemänner. Auf jeden Fall können sie  sich sicher sein, dass ein warmes Zuhause auf sie wartet, mit einer  Mutter, die eine heiße Schokolade für sie bereithält.
Dessa Dean kann das nicht.
Es ist das erste Weihnachtsfest ohne ihre Mutter.
Dessa Dean lebt mit ihrem Vater in den Bergen, weitab jeder  Zivilisation. Ihr Vater ist tagsüber jagen, deshalb kümmert sich Dessa  mit elf Jahren allein um den Haushalt.
Und abends, wenn ihr Vater heimkommt, fragt er nur nach dem Essen und ob Dessa auch brav ihre Schulaufgaben gemacht hat.
In dieses eintönige, anstrengende Leben stolpert auf einmal ein Hund. Er  taucht aus wie aus dem Nichts und lässt sich von Dessa nur schwerlich  zu dem Haus locken. Und rauszugehen traut Dessa sich nicht, seit ihre  Mutter letztes Jahr in ihren Armen während eines Schneesturmes im Wald  gestorben ist.
Der Hund jedoch kommt immer wieder und schenkt Dessa neuen Mut und Motivation, weiterzumachen.
Sie nähert sich dem Hund, und er lässt ihre Nähe mehr und mehr zu. Auch  ihr Vater ist irgendwann damit einverstanden, dass der Hund bleibt.
Weihnachten kann kommen!
Doch dann bahnt ein Bär sich den Weg in die Hütte, der Hund wird schwer  verletzt und flüchtet, die Hütte wird vollkommen verwüstet und alle  Vorräte sind dahin.
Was soll das bloß für ein Weihnachten werden?

Ich halte ‚Hundewinter‘ für ein gutes Buch. Die Geschichte ist zwar  tragisch und traurig, aber dennoch ist sie fesselnd und spannend. Dessa  Dean wird sehr lebendig dargestellt, als Leser fiebert man durch alle  Höhen und Tiefen mit. Dennoch fehlt dem Buch ein gewisser Kick.
Ein lesenswertes Buch für kalte Wintertage!

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