Cow parsnip growing in an overgrown field in front of a redbrick house in Norfolk. England, July 1981. July 1981 Norfolk, England, UK
Illuminati
10. Oktober 2010
von Saskia
4 Sterne
Saskia Jahrgang 1991 Redaktion Lübeck
hat 4 Sterne vergeben

Der Physiker Leonardo Vetra roch brennendes Fleisch, und es war sein eigenes. Er starrte voller Angst und Entsetzen zu der dunklen Gestalt hinauf, die über ihm stand. „Was wollen Sie?“

So beginnt Dan Browns Bestseller „Illuminati“, Spannung von der ersten Seite an. Wie bei einem Thriller idealerweise zu erwarten, zieht diese sich durch das ganze Buch hindurch und wird hervorgehoben durch einen cleveren Hauptcharakter, einen grausamen Antagonisten und zahlreiche Action-Szenen.
Dabei stört es gar nicht, dass die Handlung an einigen Stellen doch eher fragwürdig und flach ist – mal ganz abgesehen davon, dass Robert Langdon (der Hauptcharakter) selbst sehr schwierige Rätsel ins recht wenig kurzer Zeit lösen kann und damit natürlich die Welt oder zumindest den Vatikan rettet.
Kurz zur Handlung: Der Wissenschaftler Leonardo Vetra wird in seinem Labor im CERN Komplex in Genf tot aufgefunden, auf seiner Brust ein Brandzeichen der ausgestorbenen Bruderschaft Illuminati. Der Täter hat eine hochexplosive Antimaterie aus dem Labor gestohlen. Um den Fall zu lösen, wird Robert Langdon, Symbologe und Autor eines Buches über die Illuminati, um Hilfe gebeten…

Seine Suche nach dem Täter und einer Antwort auf die Frage, ob es die Illuminati nach so vielen Jahren im Untergrund immer noch geben kann, führt ihn in den Vatikan. Hier sieht er sich mit immer neuen Rätseln und Fragen konfrontiert, die den Leser mit in eine kleine Kunstgeschichte des Vatikans führen. Als Langdon sicher ist, den Täter gefunden zu haben, ergibt sich eine Wende, die seine bisherigen Theorien erschüttert.
Mir persönlich war diese Wende etwas zu weit hergeholt, als hätte Dan Brown krampfhaft versucht, noch etwas einzubauen, dafür aber keine Idee gehabt. So hat er sich notgedrungen mit dieser Lösung abgefunden.
Aber abgesehen davon, hat das Buch einen sehr guten Eindruck auf mich gemacht. Natürlich gibt es kleine Fehler, aber für einen schönen Abend im Schaukelstuhl ist es genau das Richtige und nebenbei kann man besonders über die Kunst der Renaissance eine Menge lernen (was mir im Kunstunterricht tatsächlich schon geholfen hat).
Allgemein ist dieser Thriller sehr zu empfehlen, wenn man im Tausch für Action und Spannung auch mal auf gut ausgearbeitete Charaktere und eine vollkommen authentische Geschichte vernachlässigen kann.

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