LTB 80 - Ärger mit den Vorfahren
LTB 80 - Ärger mit den Vorfahren
17. Juni 2020
von Kalle
4 Sterne
Kalle Jahrgang 2007 Redaktion Lübeck
hat 4 Sterne vergeben

Ärger mit den Vorfahren ist das 80. Comicheft aus der Reihe "Lustiges Taschenbuch". Chefredakteur war Erika Fuchs. Ich habe die Neuauflage von 1997 gelesen. Die Erstausgabe erschien am 08. März 1982 und hieß damals noch "Fantastische Geschichten mit Micky". Es enthält 8 kurze Comics. Da sich diese neben dem Inhalt auch stark im Stil unterscheiden, werde ich alle einzeln betrachten.

Ärger mit den Vorfahren - Goofy will zusammen mit Micky, der spontan vorbeigekommen ist, einen Samen von seinem Urgroßvater einpflanzen, den er auf seinem Dachboden gefunden hat. Innerhalb weniger Minuten hat der Baum jedoch schon eine beachtliche Größe erreicht. Seine Äste schlingen sich urplötzlich um die beiden Freunde. Mit Maus und Hund im Schlepptau erhebt er sich in die Lüfte und fliegt durch Raum und Zeit. Erst in der Steinzeit lockert er seinen Griff. Dort treffen sie auf Prähistorus Goof, einen entfernt mit Goofy verwandten Höhlenmenschen. Doch als dieser auf die beiden mit seiner Keule losgeht, müssen sie fliehen. Zur richtigen Zeit taucht der seltsame Baum wieder auf und nimmt sie mit auf eine Reise durch die Zeit. Zufällig lernen sie dabei auch noch viele der Vorfahren von Goofy kennen. Der Comic hat mir gut gefallen. Es ist interessant mit Micky und Goofy durch die Zeit zu reisen und von Goofys Vorfahren aus längst vergangenen Zeiten zu lesen.

Wie Minni auszog, um das Fürchten zu lernen - Minni und Micky fahren in den Freizeitpark. Im Gegensatz zu Micky weist Minni überhaupt keine Angst vor den riesigen Bahnen auf. Selbst in der Geisterbahn, wo der berühmte Privatdetektiv nur so um sein Leben bangt, zuckt Minni nicht mal mit der Wimper. Ein sehr schönes und ebenso kurzes Comic mit einer wunderbar lustigen Pointe gegen Ende.

Der König von Entenhausen - Ganz Rom ist in Aufruhr. Endlich ist es dem Feldherrn Karolus gelungen Entenhausen zu bezwingen. Voll beladen mit Schätzen werden sie jubelnd in Empfang genommen. Nur zwei teilen die Freude der Römer nicht. Micky und Goofy, zwei Spione aus Entenhausen, haben sich schon vor einiger Zeit in Rom eingeschlichen. Jetzt setzen sie alles daran die Bürger und den König Entenhausens aus ihrer Gefangenschaft zu befreien. Es hat mich sehr gewundert, dass die Figuren Micky und Goofy schon in der Antike gelebt haben sollen, wenn sie doch im Comic davor ("Ärger mit den Vorfahren") auf Goofys Vorfahren im alten Rom treffen. Aber über Logik sollte man sich bei den LTBs wohl eher keine Gedanken machen. Wenn man also von diesem kleinen Logikfehler absieht, ist "Der König von Entenhausen ein mittelmäßig gutes Comic, welches sehr schön und leicht zu lesen ist, aber leider in keinster Weise wirklich lustig ist. 

Das kleinere Übel - Micky will einen neuen Zaun bauen. Da es plötzlich aber anfängt zu regnen, muss er eine Pause einlegen und nach drinnen gehen. Dort hält er es aber nicht lange aus. Ob der zu laute Fernseher oder das Telefon - alles nervt heute.  Ein Comic mit klassischem Micky Maus-Humor. Nur leider in diesem Comic sehr klein gehalten und so war die Pointe schon voraussehbar. Schade! 

Dem Täter auf der Spur - Überall in Entenhausen verschwinden urplötzlich Dinge. Sei es die Rathausuhr oder drei Bilder aus dem Museum. Dass die Mona Lisa bald Entenhausen besuchen wird und er die Verantwortung trägt, passt dem Kommissar nun wirklich nicht in die Tüte. Ein Micky Maus-Krimi wie jedes andere, aber trotzdem schön zu lesen. 

Eine Art Generalprobe - In Entenhausen gehen komische Dinge vor sich. Da dabei aber keine Verluste entstehen oder jemand verletzt wird, legt der arbeitsscheue Kommissar sie einfach zu den Akten. Micky Maus ist damit gar nicht einverstanden. Eines meiner Lieblings-Micky Maus-Krimis! Die Grundidee ist sehr schön und gut ausgearbeitet.

Fahrradrennen mit Hindernissen - Micky Maus will seinen Neffen kein neues Fahrrad kaufen. Kurzerhand melden sie ihren Onkel bei einem Radrennen an. Von dem Preisgeld könnte man sich sogar 3 neue Fahrräder kaufen. Und siehe da: Micky gewinnt. Doch am Ende sind die Kinder doch nicht zufrieden. Wie auch bei so vielen Donald Duck-Comics tricksen die Kinder die Erwachsenen aus und bekommen so, was sie haben wollen. Der Autor hat also nichts wirklich neues gemacht und dafür auch keine große Glanzleistung erbracht.



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