Meine Mutter ist in Amerika und hat Buffalo Bill getroffen
Meine Mutter ist in Amerika und hat Buffalo Bill getroffen
07. Dezember 2009
von Freya
4 Sterne
Freya Jahrgang 1994 Redaktion Lübeck
hat 4 Sterne vergeben

Jean weiß nicht, wo seine Mutter ist. Ihr Vater spricht nicht über  sie und sonst auch niemand anders. Er vermisst sie und klagt sein Leid   seiner Nachbarin, einem Mädchen, dass etwas älter ist als er. Sie hat  Mitleid mit ihm und trifft sich Tag für Tag mit ihm am Gartenzaun. Und  eines Tages dann hat sie eine Postkarte dabei. Sie erzählt Jean, sie sei  von seiner Mutter, die gerade eine Weltreise macht. Immer wieder bringt  sie Jean Postkarten vorbei und liest sie ihm vor. Dabei berichtet sie  ihm über die großen und kleinen Abendteuer, die seine Mutter rund um den  Globus erlebt. 

Einfühlsam und naiv, ohne je einfältig zu wirken, schildert das Comic  die traurige Geschichte des kleinen Jean, der zu jung ist, um zu  begreifen, was mit seiner Mutter geschehen ist. Die Bilder sind einfach  und erinnern in vieler Hinsicht an ein Bilderbuch und fangen somit die  Stimmung ganz wunderbar ein. Die Texte sind kurz und prägnant gehalten.  Trotzdem wird durch sie eine lebendige Geschichte erzählt, bei der die  Bilder und die Gespräche und Gedanken perfekt miteinander harmonieren  und sich ergänzen. Leider ist das Buch etwas kurzweilig, alles in allem  reicht es vielleicht für einen gemütlichen Abend vor dem Kamin. Diese  Kürze beeinträchtigt jedoch nicht die Gefühle und Emotionen, die durch  seine leise und kindliche Melancholie geweckt werden. Alles in allem ist  das Comic „Meine Mutter ist in Amerika und hat Buffalo Bill getroffen“  ein schönes und berührendes Comic für einige gemütliche Stunden.

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