Nevernight
Nevernight
15. April 2020
von Theo
5 Sterne
Theo Jahrgang 2003 Redaktion Lübeck
hat 5 Sterne vergeben

"Nevernight", geschrieben von Jay Kristoff, ist ein Fantasyreihe vom Feinsten. 

Hauptperson ist Mia Corvere, die mit zehn Jahren aus Rache für ihre Eltern in die Ausbildung zur Assassinin bei einem griesgrämigen Anhänger der roten Kirche geht. Mit 16 Jahren wird sie über den Ozean zur weiteren Ausbildung und Aufnahmeprüfung geschickt. Was Mia jedoch von den anderen Bewerbern mit denen sie um die vier Plätze, die jedes Jahr vergeben werden, unterscheidet ist, dass sie eine Dukelinn ist. Es heißt, sie ist eine Auserwählte Niahs, der Göttin der Nacht und des gesegneten Mordes, und kann die Dunkelheit wie ein Werkzeug für sich nutzen. Auch ihr mysteriöser katzenförmiger Schattenfreund “Herr Freundlich” ist stets an ihrer Seite, um ihre Angst zu trinken. Das Buch handelt von Freundschaft und Feindschaft, Rache und davon menschlich zu bleiben an einem Ort voller Mörder, der alles von einem verlangt. Jay Kristoff schafft es dabei die Geheimnisse um Mias Vergangenheit, ihre Gabe um die Rote Kirche furchtbar zäh preiszugeben, was dem Buch eine unglaubliche Spannung auf mehreren Erzählebenen gibt. Durch humorvolle Fußnoten erfährt man von Erzähler direkt über Religion, Geographie und Geschichte der geschickt ausbalancierten Welt, die mit der Handlung wunderbar verwebt ist. Ohne sich zu vielen Fantasy-Klischees zu bedienen, malt er Bilder von mittelalterlichen Städten, Wüsten und einem Himmel, in dem die Sonne nur alle 3 ½ Jahre untergeht. Die Sprache ist poetisch und sarkastisch und passt genauso gut zu der Welt wie die fehlerhaften und individuellen Charaktere. Insgesamt eine wirklich wahre Freude zu lesen. 

Ich empfehle es dringstenst für alle, die mit einem guten Maß an Brutalität und Unanständigkeit umgehen können!

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