Sabriel
Sabriel
05. März 2009
von Saskia
5 Sterne
Saskia Jahrgang 1991 Redaktion Lübeck
hat 5 Sterne vergeben

Die neunzehnjährige Sabriel ist in einem Internat in dem Land  Ancelstierre aufgewachsen. Hier glaubt man nur in der Nähe der Mauer,  die Ancelstierre und das Alte Königreich voneinander trennen, an Magie.  Denn im Alten Königreich beherrscht diese das Denken und Handeln der  Menschen.
Sabriel ist gezwungen in dieses gefahrenvolle Land zu gehen, als ihr  Vater von einer Kreatur gefangen wird. Ihr Vater ist der Abhorsen, der  Mann, der im Alten Königreich die widerspenstigen Toten zur Ruhe bringen  muss. Dieses Amt geht nun an Sabriel über.

Ihr zur Seite stehen der harmlos wirkende, sprechende Kater Mogget, der  in Wirklichkeit ein uraltes Elementarwesen voller Freier Magie (der  „bösen“ Magie im Alten Königreich) ist, und Touchstone, der durch  Sabriel von einem Dasein als hölzerne Galionsfigur errettet wurde und  sich nicht an seine Vergangenheit erinnern kann.
Zusammen ziehen sie aus, um den mächtigen Toten Kerrigor zu besiegen und  wieder Frieden ins Alte Königreich zu bringen. Dabei finden sie sich in  einem Gestrüpp aus uralten Intrigen und dunkler Magie wieder, das  letztendlich auch das nichts ahnende Ancelstierre bedroht.
Dieses Buch ist wohl eines der besten im Fantasy-Genre. Sabriel ist eine  starke Protagonistin, die im Prozess des Buches lernen muss, mit  Verlust und Opfer umzugehen. Überzeugend sind auch die anderen  Charaktere, wie der zynische Mogget, dessen sardonische Äußerungen einen  immer wieder zum Lachen bringen.
Der Tod nimmt einen wichtigen Platz in diesem Buch ein. Er wird  flussartig und an einigen Stellen ziemlich düster und gefährlich  dargestellt, doch trotzdem schafft Nix es, dem Leser deutlich zu machen,  dass der Tod selbst prinzipiell nichts ist, das man fürchten muss.
Desweiteren spielt das Schicksal eine große Rolle. In Sabriels Buch der  Toten findet sich die Frage, mit der sowohl die Charaktere als auch die  Leser sich immer wieder aufs Neue auseinandersetzen müssen:
Wählt der Schreitende den Pfad oder der Pfad den Schreitenden?

 

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