Solange die Nachtigall singt
Solange die Nachtigall singt
16. September 2012
von Ilka
3 Sterne
Ilka Jahrgang 1997 Redaktion Lübeck
hat 3 Sterne vergeben

„Es war eine unglaubliche Verwandlung. Die junge Frau, die er jetzt vor sich hatte, war nicht nur mehr hässlich. Sie war das Schönste, was er je gesehen hatte. Schöner als die Nacht. Schöner als der Mond. Schöner sogar als die Idee der Schönheit. Sie war perfekt. So perfekt, dass sie ihm beinahe Angst machte. Sie breitete die Arme aus und wirbelte einmal im Kreis wie ein übermütiger Windstoß, das tiefbraune, lange Kleid flog um ihre Knie und gab zwei ebenfalls perfekt geformte Beine frei. Jari schluckte.“

Dies ist der Anfang einer Geschichte, der sich Jari nicht mehr entziehen kann. Er, Jari, Sohn eines Tischlers und selbst Tischlergeselle, der vor wenigen Wochen achtzehn geworden war. Drei Wochen lang wollte er einfach nur wandern, bevor der Ernst des Lebens losging.
Doch die Schönheit lässt ihn nicht mehr los. Wer ist Jascha, warum lebt sie alleine mitten im Wald in einem einsamen Haus und warum erinnert sie sich nicht mehr an alles, was sie gesagt oder getan hatte. Und welche Rollen spielen die Nachtigallen?

Was am Anfang klingt wie eine romantische Liebesgeschichte verändert sich nach und nach in einen Psychothriller. Lebendig aber auch unheimlich erzählt die Autorin Antonia Michaelis dieses „Märchen“ mit einem überraschenden, jedoch ein wenig unrealistischen Ende.

Allein schon wegen der fantastischen Beschreibungen des Waldes lohnt es sich dennoch in diesem Buch mehr als nur zu 

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