Spiel des Lebens
Spiel des Lebens
07. März 2013
von Estelle
4 Sterne
Estelle Jahrgang 1997 Redaktion Lübeck
hat 4 Sterne vergeben

In dem Buch geht es um die 16-Jährige Emily Waters, die von einem Killer durch ganz London gejagt wird und dabei Rätsel lösen muss.

DU HAST MIR MEIN LEBEN GESTOHLEN.

UND ICH HOLE ES MIR ZURÜCK.

Mit diesen Worten auf einem Zettel und einem Luftballon an ihrem Schließfach beginnt für Emily ein Albtraum: Ein Irrer ruft sie an, schreibt ihr SMS und stellt ihr Rätsel, die sie innerhalb kürzester Zeit lösen muss. Sonst stirbt jemand.

Und der Verrückte scheint sie zu kennen, denn seine Drohungen sind Anspielungen auf Fetzen und Erinnerungen aus Emilys Träumen. Was will der Killer von ihr?

Die Geschichte ist sehr gelungen. Der Autor hält die Spannung durchgängig, indem er den Killer immer präsent lässt. In jedem Atemzug von Emily steckt eine neue Gefahr und ab und zu ist sogar ein kurzes Kapitel aus der Sicht des Irren geschrieben. Die lebhaften Beschreibungen von London sowie die Gefühle, die zwischen Emily und einem ihrer Freunde aufkeimen, lassen die Story dabei gefühlvoller und tiefgründiger erscheinen. Mit kleinen Anspielungen auf „Paradise Lost“ von John Milton wird in den Thriller noch eine zusätzliche literarische Ebene eingeführt, die mir als Leserin besonders gefallen hat, da ich nebenbei noch etwas über klassische Gedichte gelernt habe.
Nicht so gefallen hat mir allerdings die Entwicklung von Julia, der besten Freundin von Emily. Für meinen Geschmack ist sie mir nicht tiefgründig genug und verschwindet im Laufe der Geschichte immer mehr. Am Ende wird über sie gar nicht mehr berichtet, dabei wäre es sehr interessant gewesen, ihre Reaktion zu sehen.
Insgesamt tut das dem Buch aber keinen Abbruch. Außerdem schreit das Ende nach einer Fortsetzung, vielleicht erfahren wir dann genaueres über Julia. Auf jeden Fall freue ich mich darauf.

Wie hat dir das Buch gefallen?
Nach oben scrollen