Vampyr
Vampyr
07. Dezember 2009
von Freya
3 Sterne
Freya Jahrgang 1994 Redaktion Lübeck
hat 3 Sterne vergeben

Schottland, Highlands, 1727. Eigentlich hatte Catherine vorgehabt,  nicht lange in ihrem alten Heimatdorf zu bleiben. Doch dann vereitelt  sie einen Mordanschlag auf den Earl Martáinn, in den sie früher verliebt  war. Um den Anschlag aufzuklären, soll sie, als Junge verkleidet, sich  in die Burg schleichen um herauszufinden, wer dahinter steckt. Doch dann  wird sie von Daeron, Martáinns besten Freund und Berater, den sie  ebenfalls noch von früher kennt, entdeckt. Sie verlieben sich und  versuchen, der Verschwörung gegen den Earl auf die Schliche zu kommen.  Doch die Dinge beginnen sich zu verändern und  scheinen ganz anders zu sein als sie eigentlich sind. Was verbergen die  Bewohner der düsteren Burg? Und welches Schattenwesen verfolgt  Catherine nachts? Sind es bloß Träume? Und welche Rolle spielt  Catherines Vater, der eigentlich seit Jahren schon unter der Erde liegen  sollte?

Brigitte Melzer arbeitet mit einer fast unerträglichen Spannung, die  den Leser fesselt und nicht mehr loslässt. Vor der düsteren,  stimmungsvollen Kulisse errichtet sie ein eindrucksvolles Geflecht aus  Personen und Legenden, Hass, Liebe, Verrat und Freundschaft. Das einzig  enttäuschende und meiner Meinung nach in jedem Buch das wichtigste ist  der Schluss. Viel zu einfach, viel zu grob und abrupt reißt Melzer den  verknoteten Handlungsstrang auseinander und hinterlässt dem Leser einen  Haufen zerstückelter Einzelteile, anstatt ihn sorgfältig und stimmig  auseinanderzuknoten. Catherine, die anfangs so sympathische Hauptperson  geht in diesem Chaos schlicht und ergreifend verloren. Ihr Charakter  wird unbekannt, steif und wenig griffig. Wer dieses tatsächlich bittere  Ende jedoch in Kauf nehmen mag, den erwartet im ersten Teil ein  leidenschaftliche Geschichte, die ihre Spannung bis ins fast  unerträgliche steigert.

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