Nirgendwo in Berlin
01. August 2014
von Ilka
4 Sterne
Ilka Jahrgang 1997 Redaktion Lübeck
hat 4 Sterne vergeben

„Es tut mir so Leid Greta“, sagt sie, „aber es wird bestimmt gut hier. Wir sind in Berlin. Du wirst neue Freunde finden und bis die Schule wieder anfängt, wirst du hier nicht mehr wegwollen. Ich verspreche es dir.“

Da ist Greta sich nicht so sicher, sechs Wochen in einer fremden, riesigen Stadt, wie soll man denn so Freunde finden? Sie hat nur die nervige Cindy aus dem zweiten Stock. Mit ihr unterhält Greta sich über Konrad, Bewohner des Dachgeschosses und schwererziehbar. Cindy verbringt ihre Tage im Chatroom, das macht Greta neugierig.

Und prompt findet sie eine Freundin im Chat: Pampolina. Mit Pampolina kann sie reden, sie hören einander zu, verstehen sich. Doch dann ist Pampolina von einem auf den anderen Tag verschwunden und Greta hat das ungute Gefühl, dass ihr etwas zugestoßen ist, hier irgendwo in Berlin.
 
 
Spannend und einfühlsam beschreibt Beate Teresa Hanika das Gefühl von Vertrautheit zu einer völlig fremden Person. Der Perspektivwechsel verwirrt den Leser und regt zum Nachdenken an: Wer ist dieser Parzival? Und was haben Konrad und sein Pfleger Mikesch mit der ganzen Sache zu tun?
Mir hat das Buch gut gefallen, denn die so nahe Beschreibung Gretas hat sie in meinen Gedanken spielen lassen. Ich habe mit ihr gefühlt und gelitten. Allerding gab es zwischendurch Stellen, die die Spannung verloren haben und die ich nur überflogen habe. Alles in allem ein gelungenes Buch.

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