Wie Zuckerwatte mit Silberfäden - die ersten Kollektion
Wie Zuckerwatte mit Silberfäden - die ersten Kollektion
03. Oktober 2010
von Freya
3 Sterne
Freya Jahrgang 1994 Redaktion Lübeck
hat 3 Sterne vergeben

Mode bedeutet für Nonie einfach alles. Sie liebt es, verrückte Outfits zu tragen und in ihrem Kleiderschrank finden sich eine Menge ungewöhnlicher Sachen: silberne Leggins, Lederhosen, individuelle Kleidungsstücke, an die sie selbst Hand angelegt hat.
Edie hingegen lebt in einer ganz anderen Welt. Ihr Kleidungsstil: schlicht und brav. Ihr großes Ziel: In Harvard zu studieren. In ihrer Freizeit ist sie sozial engargiert um Punkte für ihren Lebenslauf zu sammeln.
Und dann ist da noch die rothaarige Jenny. Sie hat kürzlich in ihrem ersten Erfolgsfilm mitgespielt und strebt eine glänzende Starkarriere an.
Die drei Freundinnen lernen Krähe kennen, die von ihren Eltern aus dem unter dem Bürgerkrieg leidenden Uganda nach England geschickt haben um dort zur Schule zu gehen und die bei ihrer Tante wohnt. Krähe hat ein großes Talent: Modedesign. Ihre Kleidung ist märchenhaft, einmalig und bonbonbunt. Nonie, Edie und Jenny ist klar: Sie müssen Krähe helfen.

Der größte Makel an diesem Buch ist seine Suche nach Perfektion: Nonies Mutter war Model, ihr großer Bruder sieht umwerfend aus, Edie ist hochbegabt, intelligent und sozial engagiert, Jenny ist auf dem Weg ein Filmstar zu werden und Krähe ist die größte Neuentdeckung der Modewelt.
Da fehlen die Sympathiepunkte und Indentifikationsmöglichkeiten, die das Lesen dieses Buches erleichtern würden. So zieht sich die Geschichte jedoch zäh dahin und verliert seinen Charme. Die Handlung ist einfach und größtenteils vorhersehbar und leider auch nicht sehr originell.
Außergewöhnlich jedoch ist das Engagement der Autorin. Sie berichtet von Krähes Schicksal Flüchtlingskind bringt so einen Tropfen bittere Realität in die schrille Modewelt. Das Buch fordert auf, ohne den Leser jedoch zu bedrängen, das Leben jener zu erleichtern, die unter dem Bürgerkrieg in Uganda leiden mussten. So gewinnt die Geschichte eine Tiefe, die nicht zu erwarten gewesen wäre.

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