Die Bücherdiebin
Die Bücherdiebin
21. April 2015
von Gast
5 Sterne
hat 5 Sterne vergeben

Das Buch „Die Bücherdiebin“ wurde von Markus Zusak verfasst und ist in der auktorialen Erzählperspektive geschrieben, aus der Sicht des Todes.

Januar 1939. Liesel und ihr kleiner Bruder Werner sind mit dem Zug auf dem Weg nach Molchingen bei München, wo sie Pflegeeltern übergeben werden sollen. Doch Werner wird niemals dort ankommen. Ein heftiger Hustenanfall. Und dann – nichts mehr.

Werner findet sein Grab im Schnee und Liesel findet im Schnee ihr erstes Buch. „Das Handbuch für Totengräber“ ist dem einen Totengräber aus der Tasche gefallen.

Mit Hilfe dieses Buches und ihrem Pflegevater Hans lernt sie lesen – und fortan stielt sie Bücher, die sie vergessen lassen, dass ihre Welt in Schutt und Asche versinkt.
Sie liebt die wilden Fußballspiele mit den Nachbarskindern auf der Straße und die kleinen Diebeszüge mit ihrem besten Freund Rudi.
Doch dies sind gefährliche Zeiten:
Das Mädchen erlebt, wie ein junger Mann sich das Leben nimmt, weil er denkt, mit seinen Erinnerung und seinen Schuldgefühlen nicht mehr weiterleben kann. Sie erlebt, wie Bücher jüdischer Autoren verbrannt werden, wie Bombenhagel auf München niedergehen, wie die Juden nach Dachau ziehen und sie sieht, wie erwachsene Menschen völlig die Fassung verlieren und an ihren Tränen zu ersticken scheinen.

Und als die Hubermanns einen Juden im Keller verstecken, ist der Tod Liesel näher als je zuvor …

Mir hat das Buch sehr gut gefallen – es ist so eindrücklich geschrieben, so grausam realistisch, dass ich zwischendurch sogar weinen musste.
Die eher ungewöhnliche Erzählperspektive lockert die Geschichte auf und lässt einen die Zeit ab 1939 ganz anders und intensiver erleben als bei anderen Büchern, die während des selben Kapitels der deutschen Geschichte spielen. Am Anfang kam sie mir noch etwas komisch vor, doch nach 587 Seiten, die das Buch umfasst, ist das kein Problem mehr.

Ich empfehle das Buch Jungen und Mädchen auf Grund des ernsten Themas erst ab 14 Jahren. Besonders solchen, die gerne einmal etwas anspruchsvollere oder Bücher über den zweiten Weltkrieg lesen. Ich rate Leuten von diesem Buch ab, die nur reine Unterhaltung suchen und über das Gelesene nicht weitern nachdenken möchten.

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