Isegrim
Isegrim
15. Juni 2013
von Hanna
4 Sterne
Hanna Jahrgang 1997 Redaktion Lübeck
hat 4 Sterne vergeben

Du hast keine Angst. Du kennst keine Angst. Lass nicht zu, dass sie Besitz von dir ergreift, sonst endest du wie deine Mutter. Angst ist eine Falle, Angst macht dich zum Opfer. Sie kann dich auffressen wie ein wildes Tier und nichts als bleiche Knochen übriglassen.

Jolas sonst so ruhige bis langweilige Welt wird durch eine Anhäufung von Problemen ordentlich auf den Kopf gestellt: Ihre Mutter hat eine Angststörung. Ein Wolf taucht in ihrem Wald auf und mit ihm ein geheimnisvoller Junge. Ihre beste Freundin ist vor 5 Jahren spurlos verschwunden und der Fall ist noch immer ungeklärt. Als Jola für die Schule ein Projekt zum Thema "2. Weltkrieg" ausarbeiten soll, möchte niemand mit ihr darüber sprechen, was damals passiert ist. Alle wollen wegsehen und vergessen - Jola nicht. Was sie nicht weiß, ist, dass das ungeahnte Folgen haben kann...

Isegrim ist das beste Buch, welches ich seit langem gelesen habe. Es fällt leicht, sich in Jola hineinzuversetzen, da aus ihrer Sicht und im Präsens erzählt wird. Die Geschichte ist eine wunderbare Mischung aus Realität, Spannung und Liebe. Jola greift im Laufe des Buches mit der Rückkehr des Wolfes nach Deutschland ein aktuelles Thema auf, über das gesprochen werden sollte und was mir persönlich sehr viel bedeutet. Das Verschwinden der Freundin und die Ungeklärtheit dieses Falls, begleiten den Leser die ganze Zeit und bauen unterschwellig eine Spannung auf, die zum Ende hin ungeahnte Höhen erreicht.

Was das Buch auch lesenswert für weniger Spannungsbegeisterte macht, ist die Beziehung zwischen Jola und dem geheimnisvollen Jungen aus dem Wald, die Antje Babendererde entstehen und sich entwickeln lässt.
Alles in allem ein grandioses und definitiv lesenswertes Buch, das nur weiterzuempfehlen ist!

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