No und Ich
No und Ich
05. Februar 2010
von Marie B.
5 Sterne
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„Wir sind imstande Überschallflugzeuge und Raketen ins All zu schicken, einen Verbrecher anhand eines Haars oder eines winzigen Hautpartikels zu identifizieren, eine Tomate zu züchten, die im Kühlschrank drei Monate lang völlig faltenfrei bleibt, und Milliarden von Informationen auf einem Mikrochip zu speichern. Wir sind imstande, die Leute auf der Straße sterben zu lassen.“

Lou ist hochbegabt, sie stellt Theorien über alle Begebenheiten des Lebens auf, analysiert und kalkuliert.
Sie hat nicht besonders viele Freunde, unter Gleichaltrigen fühlt sie sich nicht wohl, ist unsicher.
Dann lernt sie die achtzehnjährige No kennen, die auf der Straße lebt und hat plötzlich nur noch den Wunsch ihr zu helfen. Entschlossen verfolgt sie ihr Ziel, nicht bereit die scheinbar unüberbrückbaren Differenzen zwischen ihrem und Nos Leben zu akzeptieren.
Lou gewinnt eine Freundin, die ihr alles abverlangt, sie jedoch andererseits als den Menschen sieht, der sie tatsächlich ist, und die Erkenntnis, dass man niemals aufhören darf, die Welt verbessern zu wollen.

„Ich sehe durchs Fenster auf den hellen Himmel. Sind wir so klein, so unendlich klein, dass wir nichts ausrichten können?“

Wenn man No & ich gelesen hat, wünscht man sich, dass es mehr Menschen wie Lou gäbe. Menschen, die nicht zögern, die nicht aufgeben, die mehr sehen als viele andere und bereit sind zu helfen.
Man möchte selbst zu so einem Menschen werden und begreift, dass wir auch wenn wir klein sind, so unendlich klein, immer etwas ausrichten können.
No & ich ist ehrlich, traurig, tragisch und schön.

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