Paula und die Leichtigkeit des Seins
Paula und die Leichtigkeit des Seins
10. Januar 2013
von Gast
3 Sterne
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Paula ist 8 Jahre alt und sie ist dick.
Mit 4, mit 5, mit 6 war sie noch ein ganz normales Mädchen. Erst mit 7 fing sie an dicker und dicker zu werden.
Paulas größte Sorge ist Onkel Hiram, der einmal im Jahr zu Besusch kommt. Paula will nicht, dass er sie so sieht.
Doch Onkel Hiram stört es überhaupt nicht, dass Paula dick ist. Im  Gegenteil, er freut sich einfach nur sie zu sehen und wirft sie in die  Luft.
Und Paula kommt nicht mehr runter…

Paula schwebt über ihr Haus und ist leichter als die Luft. Sie kann  einfach mit dem Wind ans Meer fliegen, aber kommt immer wieder zurück zu  ihrer Familie, obwohl sie immer nur das kleine dicke Mädchen war und  niemand sich richtig um sie gekümmert hat.
Auch ihre Familie fängt an Paula zu akzeptieren, obwohl sie dick ist und  nicht mehr runter kommen will zu ihnen, weil sie Angst hat, wieder  links liegengelassen zu werden.
An Weihnachten bekommt sie Geschenke per Ballonpost zugeschickt, wenn es  regnet bringen ihre Geschwister ihr einen Regenschirm nach oben und als  ihr Onkel nach einem Jahr wiederkommt, schenkt er ihr ein Handy zum  telefonieren.
Auch wenn Paula ihre Geschwister und ihre Freunde in der Schule vermisst, möchte Paula um keinen Preis nach unten zurückkehren.
Und eines Tages taucht ein schwedischer Junge bei Paula im Vorgarten auf. Er ist dick. Sehr dick…

Dieses Buch ist so friedlich vom Schreibstil und der Geschichte her  und lässt einen schweben in den wenigen Minuten, die man es liest. Durch  die naive Kinderperspektive möchte man gar nicht daran zweifeln, dass  Paula fliegen kann, obwohl es einem am Anfang schwer fällt, das zu  glauben. Die gelungenen Zeichnungen, mit perfekt eingefangenen  Geschichtsausdrücken der Personen, verstärken den schönen leichten  Schreibstil und den Fluss der Geschichte.

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